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Mittwoch, 30. November 2011

Heiß & Salzig


Er wusste gar nicht mehr wie es sich anfühlte. Wie heiß die Nase dabei wurde, wenn man was erstickend atmete. Wusste gar nicht mehr was das für ein Gefühl war wenn Tränen schwer die Wangen herabrannen. Wusste weder wie sie auf den Lippen schmecken, noch wann es je wieder aufhören würde, hatte man damit angefangen. Er hatte Fiona geheiratet. Und das aus Liebe, aber sie hatte wenn auch Madeleine geholfen, aus diesem Keller zu entkommen, dafür Sorge getragen das er außer ihr keine Familie mehr hatte. Und so wurde seine Frau zu dem kostbarsten Gut das er noch hatte. Nichts konnten diesen Wert aufwiegen. Nur die Erkenntnis dass man dieses wertvolle Gut zerstört hatte indem man die Reaktion dieses toten Fisches in Form von Victoria küsste. Es war kein Gefühl, kein verlangen. Es war weder Liebe noch sonst etwas. Das war so gefühlbelastet gewesen wie ein Handkuss für eine alte runzlige Frau die beim lachen schon in Fetzen fiel. Mehr war das nicht. Sie wertete das verheimlichen schlimmer als er den offenbarten Ehebruch. Er weinte, oh wie bitterlich mit dem wissen seine letzte Bastion durch eigene Dummheit im Affekt verloren zu haben. Einen. Männer weinen nicht. Lieber fällt man in einem Krieg von dem man nichts versteht, als die Verachtung von Narren zu ertragen. Er hob den Revolver, beachtete ihn. Sah wie die Tropfen fielen. Es würde Dreck machen. Aber das ist er ja auch. Ein haufen Dreck, mehr nicht. Und er drückte ab.

Sonntag, 13. November 2011

Das Date mit der Tochter

Der Maranello hielt vor dem Tor. Knirschend meldeten sich die Kiesel unter den neuen Reifen. Der Schwarze Lack glänzte in der Sonne in einem bläulichen Schimmern. Er war sauber und frei von Macken und Kratzern. Als wäre er gerade gekauft worden und man fuhr ihn ein. Ein lebendiger Schatzbrief. Und so manch Mensch konnte ihn sein eigenen nennen. Ja, eigentlich nur einer. Das Verdeck war zurück geklappt, alles automatisch. Ein Arm in einem weißen Hemd gehüllt lehnte sich über die Tür, schnippten die Finger in einer galanten Bewegung die Asche von der Zigarette. Alles da wo es hin sollte, nur nicht ins Auto. Wobei der Aschenbecher trotz intensiver Nutzung aussah wie geleckt. Wie sein Vater stet’s sagte, er pflege das Auto mehr als sein Leben. Was natürlich Unsinn war. Denn heute konnte man es natürlich mal wieder sehen, er hatte einen gewissen Stil und den Willen sich zu präsentieren und profilieren. Bei seinem Aussehen, so fand er, könne man sich das ohnehin erlauben. Auch mit der stark neigenden Achse auf die runde Zahl seines Lebens, der Dreißig, wirkte er äußerlich immer noch wie ein junger Bursche der noch nicht viel von der Welt gesehen hatte. Doch das täuschte und genau deswegen wurde er am laufenden Band unterschätzt. Viele machten sich das zu nutze, so auch der Herr dieses Hauses vor dem er stand. Nicht jener war unschuldig der danach aussah, denn wie sagte man – der Schein trügt das wesentliche. Man hat Sieben Sekunden, sieben verdammte Sekunden um das gegenüber einzuschätzen. Schätzt man falsch, konnte das den Tod bedeuten. Man musste wegen den namhaften Designern, die seine Klamotten hergestellt hatten, auch kein großes Geld ausgeben, denn immerhin, so hatten diese ihre Firmen auch hier. Und wer immer seine Firmen hier hatte, wusste schon wie man zahlte, Geschenke machte um den Frieden zu bewahren. Außerdem, wer wie er, sechs Schwestern hatte, wusste warum es sich lohnte solche „Geschenke“ anzunehmen. Sie liebten die Kleider, blieben ruhig und gesittet. Ja, das war mittlerweile immer so ein Problem geworden. Durch die Erziehung seiner streng Katholischen Mutter, kam es soweit das man, bevor man ihm den Verstand, wie sie zu sagen pflegte, mit einer Waffe aus dem Kopf geprügelt hatte, viele der Tugenden gelernt hatte, auf die gerade die alten Familien sehr viel wert legten. So auch den Respekt vor der Frau, zumindest was seine Mutter anging, so gab es eine wichtige Sache im Leben: Respektiere sie und behandele sie anständig, dann wirst du nie das Gefühl haben, nicht geliebt zu werden. Und was war seine Aufgabe geworden? Er achtete auf seine Schwestern. Hielt sie im Auge, bewahrte ihre Ehre vor so manchen Typen die meinten diese anmachen zu müssen. Und nun war er hier, nicht auf die Anweisung des Don’s sondern wegen einem Rendezvous mit seiner Tochter Luciana, die ihn gestern mehr oder weniger damit überrascht hatte, nicht nur ein Treffen zu fordern sondern auch gleich die Uhrzeit und den Ablauf festlegte. Ein nettes Essen, ein bisschen Tanzen. Am besten auch noch beides gleichzeitig. Es hieß sie mochte Opern. Mochte weiße Lilien. Aber hier ging es nicht mehr um Lieblingsblumen, denn wenn man das so betrachtete dann war Luciana genauso wie Nessa steht’s nur die Tochter des Hauses gewesen und nie mehr. Jetzt aber, musste er sich damit auseinander setzen, das Luciana nicht nur eine Tochter war, sondern auch eine junge Frau die das Interesse an Männern an sich entdeckte. Und nun, nun war er da. Das Potenzielle Opfer? Der Glückspilz unter den vierblättrigen Kleeblättern? Er wusste es nicht. Nur das er sich mit dem Druck, erst mit dem Don zu sprechen musste, um einer Tochter des Hauses einen Wunsch zu erfüllen. Nun wusste er wie es war wenn die jungen Schnösel vor der Tür standen und sich erdreisteten mit einer seiner Schwestern ausgehen zu dürfen. Während sie die Auserwählte fertig machte, da nahmen er und sein Bruder den Typen unter die Lupe. Die meisten verschwanden dann ohne die Schwester. Gut, die nahm es ihren Brüdern natürlich krumm und fluchte das ganze Haus zusammen, aber die Erfahrung zeigte so immer wieder, das die, die sich so einschüchtern ließen und Reißaus nahmen, es ohnehin nicht ernst meinten und nur die Schwester deflorieren wollte, was natürlich ein hässlicher Affront ist. Ein Mädchen ging als Jungfrau in die Ehe und so gehörte sich das auch. Bei Männern? Ja, da war man erst ein Mann wenn man sich dort schon bewiesen hatte. Und das Leidtragende war, das man ohne als diesen anerkannt, keine Chance hatte sich in diesem Geschäft zu beweisen. Und nun stand er da, hatte eheliche „Rechte“ schon vollzogen und machte sich keine Gedanken um die Ehrbarkeit der Töchter dieses Hauses. Er stellte die Musik aus, die im Radio lief, drehte und zog den Schlüssel dann. Der Motor hörte auf vor sich hinzubrummen. Der Strauss Rosen lag auf dem Beifahrersitz. Langstielige von voller Farbe in ganzer Blüte, ohne Dornen, obwohl es hieß das die Dornen zu einer Rose gehörten, wie der Schnee zum Winter, doch er wollte ja nicht das Luciana sich daran verletzte. Ja, er hatte keine Lilien geholt. Für so ein treffen hagelte es Rote Rosen so schien es. Und langsam beschlich ihn einfach das Gefühl er würde es mit seinen Bemühungen übertreiben. Der Tisch in dem Feinschmeckerrestaurant in der Stadtmitte war reserviert. Tanzen am Pier, in dem hübschen kleinen Cafe am Hafen. Auf das raten seiner Schwestern natürlich. Er hatte von seinen jüngeren Schwestern Tipps bekommen, wie der Abend noch schöner als geplant werden kann. Weil diese aus Erfahrung gesprochen hatten, hatte es natürlich ärger und böse blicke gegeben, aber letztendlich war er dankbar für die Ratschläge. So kam es auch, das Essen und Tanzen an zwei verschiedenen Orten stattfinden sollten, so dass man Luft zwischen den beiden Dingen haben könnte. Er hatte die Erfahrung, hatte vor einiger Zeit viele schöne treffen mit seiner Verlobten gehabt, aber nachdem man sie erschossen hatte, stand dies alles still. Man sagte zwar es sei wie Fahrradfahren – man verlerne es nie, aber nun war es doch so, als fing man teilweise von vorne an. Doch egal wie man es dreht und wendete, man kam immer zu dem Schluss das es keine Alternative gab, als endlich aus dem Wagen zu steigen; das Tor zu passieren und durch den Garten zur Hintertür zu gelangen. Die Tür des Wagens wurde geöffnet, der Wagen ruckelte in wenig und dann wurde die Tür wieder zugedrückt. Der Weg durch den Garten zur Hintertür wurde immer länger, wenn er so einen Blick darauf warf. Gekleidet wie gesagt in sündhaft teuren „Geschenken“. Anders als die meisten in seiner Familie konnte er mit Goldschmuck an sich wenig anfangen und so trug er Silber. Das waren aber auch nur ein einfacher, schmuckloser Ring, einer Uhr mit einem ledernen schwarzen Armband und einem edlen Ziffernblatt und natürlich einer feingliedrigen Halskette, mit einem einfachen kleinen Karo, auf dem die Jungfrau Maria abgebildet ist. Er trug sie immer, sie war etwas wie ein Talisman. Er trug ein Weißes Hemd, auf dem sich in einem sanften Perlmutt ein schimmern abhob. Das Weiß hatte zwei Gründe. Es bezeugte einen gewissen Plan der ich-rühr- sie- schon- nicht- an- Tatsache und es machte sich sehr gut auf seiner braungebrannten Haut. Seine Beine, und demnach auch der Unterleib gekleidet in einer Figurschmeichelnden schwarzen Hose. Ja, er sah nicht schlecht aus, und eigentlich hatte er keine Probleme damit Frauen kennen zu lernen, das Problem an sich war nur, das er einen Job hatte bei dem man sein Leben viel zu oft riskieren musste und wie er festgestellt hatte auch das leben seiner Familie. So war es nicht weiter verwunderlich das er zuhause recht wenig von dem geschehenden erzählte. Und nach außen hin recht wenig erzählte. Die Familie ging eben über alles. Und daher, keine Frauen mehr wo man sich mehr erhoffte als den schnellen Spaß dem man frönte. Das konnte man in jedem der vorhandenen Bordellen der Stadt haben und war nicht mehr als ein stück totes Fleisch zu bearbeiten. Er konnte das ganze verwalten hatte es aber nach dem ersten Male nie wieder getan. Klar, was hatte man nicht alles getan um sich einen Namen zu machen, um sich Respekt zu verschaffen. Viele Dinge die man bereuen konnte, aber eigentlich nicht den willen fand es jemals zu überdenken und ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Er hob den Strauß mit den vierundzwanzig Rosen aus dem Wagen. ‚Gib sie ihr vorher’ hieß es. So konnte sie diese in Ruhe in Empfang nehmen und in eine Vase stellen. Was sollte sie auch mit einem solchen Strauss in einen Restaurant. Noch einmal, sah er an sich herunter. Die Schuhe sauber, bereit um sich blaue Flecken zu den ohnehin schon vorhanden zu bekommen, die er Nessa zu verdanken hatte, die ja freundlicherweise einen Schlagring dazu benutzte um anderen die rippen zu zertrümmern. Und selbst dann konnte sie keine andere Frau in ihrem Alter erschießen. Glaubte sie etwa die andere hätte gezögert? Na ja, was soll’s – endlich ging er durch das Tor, schob die Sonnenbrille über seine Stirn nach oben und hielt sie dort gehalten. Der Strauss wippte in seiner rechten Hand, an der Seite auf und ab, den Kopf nach unten. Warum man das so machte war ihm fremd aber die Zeit erklärte das schon noch, oder die Neugier, sollte sie den willen, es nicht wissen zu wollen besiegen. Er lief durch den garten hob seinen Kopf um zu dem Fenster Lucianas zu blicken. Er war früh dran ja, aber aus gutem Grund – ein Gespräch mit dem Vater ihrer. Dem Don. Jetzt kam es darauf an auf sein Urteil. Da Luciana wohl am Abend bestimmt schon mit ihm gesprochen hatte, machte er sich keine Sorgen das man glauben könnte er hätte sie dazu überredet. Natürlich, wenn es so kommen sollte das man sie in Frage stellte nähme er die Schuld auf sich, aber bis dahin, blieb zu hoffen das der Don, nicht dagegen haben würde, wenn Sergio seine Tochter heute ausführen würde.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Verhör


Ja, natürlich wusste sie das. Welch Überraschung. Er wirkt nett? Blick zum Mandanten. Na sicher. Will man dem allein im Dunkeln begegnen? Och, warum nicht. „Und sie wussten auch, das er ohne weibliche Begleitung unterwegs war und gewiss bereit wäre, sich auf einen Flirt mit ihnen einzulassen, nicht wahr? Nett, Erfolgreich, Gutaussehend – und vermögend. Vermögend ist doch hier das Stichwort oder, Miss Carter? Mit einigen Aussagen aus ihrem Bekanntenkreis wird der Fall auch recht schnell ziemlich transparent. Vor ein paar Wochen noch, ersuchten sie einige ihrer Bekannten um sich von diesen Geld zu leihen um ihrer Krebskranken Mutter die teure Behandlung zu ermöglich, wozu ihnen sonst die Mittel fehlten.  Aber die konnten ihnen nichts geben, nicht wahr? Und die Banken weigerten sich einen so unsicheren Kredit auszuzahlen, da sie keinerlei Rücklagen hätten, noch ein geregeltes einkommen in ihrem Alter um in der angegeben Frist den horrenden Betrag zurückzuzahlen. Und dann war da die Party zu der sie gegangen sind. Sie sahen meinen Mandanten und flirteten ihn an. Aber als er sie zurückwies, wollten sie das nicht so auf sich beruhen lassen, nicht wahr? Sie waren wütend, sie waren enttäuscht. Da haben sie sich so unglaublich aufgebrezelt und dann weißt so ein Mann wie Joseph Randall sie einfach zurück. Das ist nicht fair, ich weiss.“ Einmal bedauerlicher Miene den Kopf schütteln. „Sie gehen nach Hause, vollkommen unverletzt und auch nicht vergewaltigt von meinem Mandanten und sie fallen in ein noch tieferes loch. Dieser tolle Mann hat sie abgewiesen und sie haben kein Geld um ihrer Mutter die Therapie beizahlen zu können. Und dann ist er da. Wie ein Blitz!“ Umdrehen, anstarren. „Die Idee, mit der sie nicht nur ihrer Mutter helfen können, sondern auch um Rache zu üben, dafür das mein Mandant sie verschmäht hat. Zwei Wochen nach dem besagten Abend, gehen sie zur Polizei und mimen das hilflose Opfer das gekränkt und verängstig nicht früher fertig gebracht hatte, eine Anzeige zu stellen. Wie praktisch denk ich mir da, Miss Carter – zwei Wochen nach einer Vergewaltigung sind keine Spuren mehr am Körper ausfindig zu machen.“

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Kurze Pause

Am Tage, so ritten sie. In der Nacht würden sie schlafen. Einen feinen Schlaf aus dem man sofort erwachte wenn sich auch nur die Windrichtung spontan änderte. Der so genannte Schlaf einer Maus. Dieses mal jedoch, der von Elfen. Es war nicht unschwer zu erkennen, das zwar die Pferde unter Müdigkeit litten, keinesfalls jedoch dessen Reiter. Till der Spurenleser war aus dem Blickfeld verschwunden. Er war mit seinem Hund und dem Falken vorraus gegangen um die nächste Etappe eingehend zu prüfen bevor man sich dorthin begeben konnte. Aber wer hatte schon Angst? Niemand hier hatte Angst. Diese kühle Gleichgültigkeit die anhaftete blieb zurück in den heimischen Wäldern, als man los geritten war. Nun war alles erst einmal fremd. Zumindest die Menschen und Wesen die einem begegnet sind und werden. Lenodrial hob den Kopf, blickte gen Sternenhimmel, das letzte mal, bevor dieser verdreckt von den Baumkronen des Waldes verschwanden den sie nun einritten. Als erstes fiel ihm diese Stille auf. Selbst in der Nacht, gab es hunderte von Geräuschen, warum war es in diesem Walde nicht so? Das beunruhigte doch ein wenig. Sein Blick huschte durch die Dunkelheit und ohne einen Befehl blieb das Pferd unter ihm stehen. Er lehnte sich auf dem seidigen Fell vor, hob sein Bein über die Kruppe und schwang sich lautlos von dem Sattellosen Pferderücken. Sein Blick schwang hinüber zu Valaria. Keine Worte verließen seine Lippen. Im Dunkeln konnte man gut sehen, daran lag es nicht, doch er wand wohl eher darauf ein wenig von Till zu hören. Doch das knacken im Unterholz, konnte auch von Tieren kommen. Er vermochte es nicht zu bestimmen. In der kühlen Brise wehte sein schmuckloser brauner Umhang. Er griff zu den Zügeln des Pferdes und schritt dann weiter voran.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Spätes Treffen


Mal wieder ein kleiner Fetzen aus dem Bereich des Rollenspiels, das ich gerade auf der Platte fand.

Alecander Bernstine betrat den Ort der Versammlung, der gewählt wurde um diesen Misskredit aus der Welt zu schaffen. Er führt mit sich einen Spazierstock und ein recht gelassenes ja bald gutmütiges Lächeln mit sich. In seiner schweigenden Erscheinung ließ er keinen Moment den Glauben, er sei keiner adeligen Herkunft entsprungen. Durchaus, mit ihm schwang eine Aura die weit freundlicher wirkte als aller die hier versammelt waren. Im ganzen wirkte er wie ein sympathischer Alter Mann mit Vollbart dem man jedes Geheimnis anvertrauen könnte und durchaus, seine Position stützte sich auf diese Verlässlichkeit. „Guten Abend“, sprach er mit tiefer angenehmer Stimme, die jede Freundlichkeit noch mal unterstrich. Sein Augenmerk lag einen Moment auf der einzig anwesenden Lady. Nämlich Fiona. Schließlich wanderte sein Blick über die jungen Herren. „Wie ich sehe, sind alle versammelt. Ich bin sicher, einen weiteren Moment des Wartens wird ihnen nicht schaden. Wenn sie bereit sind, meine Herren, die Dame, dann würde ich nun gerne meinen Herrn dazu bitten.“ Er neigte sichtlich den Kopf zu einem Stummen übereinkommen und drehte sich also wieder ab um seinen Herrn zu holen, wie das als Diener seine Aufgabe war.

Es vergingen einige Minuten bevor Alecander wieder kam. Allerdings in gebrechlicher Begleitung. Eingehüllt in einen fließenden schwarzen Stoff, bedeckte die Kapuze des Umhangs großzügig sein Gesicht. Er ging gebeugt, als wären seine Beine kaum mehr in der Lage das eigene Gewicht zu tragen, hielt er sich an dem Diener Fest. Bernstine half ihm in den vorbereiten Sessel und mit einem tiefen seufzen ließ der Herr sich nieder, während Bernstine hinter dem Sessel Position bezog. Der rasselnde Atem des neuen Gastes legte sich unheilvoll über die Gemeinschaft. Anders als Bernstine verbreitete der Fremde eine deutliche Aura der Antihaltung. Allein seine Anwesenheit hatte durchaus etwas beunruhigend bedrohliches. „Also…“, begann der Mann unter der Kapuze zu sprechen, wobei er jedes Wort langsam hinauszog und bisweilen zunächst klang, als fiele ihm das Atmen noch schwerer als ohnehin schon „…beginnen wir nun.“ Sein Kopf regte sich nur minimal und der Blick lag wohl auf Fiona, wobei das nicht mal wirklich auszumachen war. Da sie aber begonnen hatte, ließ man ihr zeit zur anklage.

Liebe Grüße
Aya

Freitag, 17. Juni 2011

Eric

Er schob den schweren Vorhang zur Seite und warf einen Blick auf die Straße. Es ist immer erstaunlich, egal zu welcher Uhrzeit man sich zum Fenster begibt und einen Blick auf die Straße wirft, es läuft immer gerade jemand vorbei. Diesmal waren es mehrere. Aber er verschwendete nicht wirklich die Zeit damit, diese Gruppe von Menschen mit den Augen bis zum Ende seiner Sicht zu verfolgen. Im Hintergrund lief Musik, Jazz, etwas seichtes was man durchaus auch bei einer geselligen Runde auflegen konnte und die nicht weiter den Redefluss stört. Zu dumm nur und das zu seinem Vorteil hatte er nie bis kaum Gäste. Und gesellige Runden waren eher etwas für Menschen die sonst nichts zu tun hatten. Auf dem kleinen Glastisch stand eine wieder verkorkte Weinflasche, daneben ein Glas mit schimmernden Rotwein, der sich im zugeworfenen Licht des fackelnden Stapels Holz in seinem Kamin widerspiegelte. Es gab keinen Fernseher in dem Raum, dafür schwere Möbel die eher daraufhin deuteten das man nicht im Geschmack der Zeit lag. Dafür drückten sie aus, das dass Portmonee nicht dünn wäre, wenn man es zücken würde. Antik und sehr kostspielig. Auch gab es keine Anzeichen eines Haustieres. Tiere gehören nicht ins Haus, so seine Meinung. Sein Blick glitt eher gedankenlos und vor allem schwermütig wie gelangweilt über die Straße bevor der Vorhang wieder vor das Fenster fiel und nur einen kleinen Spalt frei ließ. Bei einem solchen Abend, einer solchen Nacht wohl kaum etwas das sich lohnte. Auf dem Sofa, auf der drei Leute Platz nehmen könnten und zudem auch noch Bewegungsfreiheit genossen, lag ein Buch mit dem Rücken offen zur Decke. Es trug keine Schriftzeichen. Es war einfach nur dunkelrot, daneben ein Kugelschreiber, er hatte gerade noch darin geschrieben. Doch jetzt nahm er es nur hoch, klappte es zu und legte es auf den Tisch, bevor er sich wieder setzte und den Rest des Rotweins trank, bis auch dieser zur Neige ging. Nein, er war weder betrunken noch angetrunken, dazu war dieses Ritual viel zu alltäglich. Ein Glas Rotwein am Abend. Manchmal weißen, selten Sekt und noch seltener Champagner, auch wenn man sich diesen durchaus leisten konnte. Das kribbeln behagte ihm nicht. Deswegen gab es bei ihm auch nur stilles Wasser, nicht mehr. Aber das war auch nicht weiter wichtig, denn es reichte ihm. Und wenn doch einmal Besuch kam, hatte der sich anzupassen, aber nicht er sich dem Besuch. Es hieß zwar Gast sei König, aber wie soll man sich dann noch Hausherr nennen können wenn man in seinen eigenen vier Wänden nicht mal mehr über einem König stand? Eine Formlose Verschwendung von Zeit und Mühe. Wenn man höflich war ließ man sich diesen Spruch aufdrängen. Wenn man es sein musste damit es zu eigenen Zwecken erträglich blieb, dann tat man das. Aber das muss auch nicht sein. Nichts ist so unerträglich wie Leute die einfach nicht mehr gehen wollen. Ein Grund mehr wenig bis keine Freunde zu haben. Und wenn man so etwas hätte dann zu einem Zweck dem nur ihm dienlich war.

Der Maskenball


„Sehr geehrte Damen und Herren,

wie jedes Jahr neige ich dazu, Einladungen in alle Welt zu senden und das erlesene Volk zu meinem Maskenball zu bitten. Der goldene Schlüssel der dieser Einladung anbei liegt, dient dabei als exklusive Eintrittskarte. Der Schüssel gilt für zwei Personen. Am 30. Juli 2011 um 18:30 Uhr werden sie stilecht mit der weißen Limousine aus meinem Haus vor ihrer Tür abgeholt und zu meinem Schloss gebracht. Ich bitte um passende Kleidung und wie sicherlich schon recht begriffen, eine Maske. Sollten sie nicht teilnehmen wollen an dieser erlesenen Tradition, bitte ich hiermit ganz erhaben um eine Abmeldung, da ich sonst annehmen muss das sie kommen werden.
Falls ihnen der Ablauf meines Balls noch nicht geläufig sein sollte, werden sie sich auf einige Überraschungen gefasst machen müssen.

Hochachtungsvoll“

Dem Brief liegt ein echter Goldener Schlüssel bei, mit den Initialen E.M.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Gabriel & Elle

Gabriel Redgrave
(mein Liebling)
verkörpert durch Model
Danny Beauchamp
(GabrielRedgrave) „Wie der Wind… heute mal hier, morgen mal so. Offenbar bist du dir nicht mal sicher was du willst oder“, und da senkte sich seine Stimme zum durchdringenden Blick „… suchst du bloß Ersatz für mich?“

 (EleanorCrow) Flirtete Gabriel Redgrave gerade mit ihr? Nein, das wäre doch nun wirklich eine zu verkehrte Vorstellung. „Was auch immer du willst Gabriel, rück mit der Sprache heraus.“ Also, wirklich. Als wenn man ein rotes Grab ersetzen könnte?

(GabrielRedgrave) „Ist dir das Thema unangenehm?“ Und da kam sie sie wieder die gewisse sardonische Ader „…oder bloß meine Gegenwart?“ Mal davon ab hält er nicht viel von diesem Brei Geläufe – er sagt grundsätzlich was er denkt, sofern es bösartig genug ist.

(EleanorCrow) Ein Lachen der Userin, fing sich Gegenüber ein, ob des letzten Satzes. Bösartig genug, so so. Die Arme verschränkten sich vor der Brust, während sie sich gekonnt zurück lehnte und ihn mehr als nur verwundert ansah. Was sollte das werden? „Deine Gegenwart war mir noch nie unangenehm, nicht mal, als ich aus In Omnia Aurum heraus gestürzt bin.“

(GabrielRedgrave) „Voll Schrecken und Panik offenbar. Ich lud dich in die Berge ein um Zeit mit dir zu verbringen, du hast eingewilligt weil du glaubtest einen Nutzen daraus zuziehen. Bedauerlich.“ Er richtete sich wieder auf, legten den Gehstock wieder an die Seite und seine behandschuhten Hände fanden den Platz an der Stirn. Bedauerlich. Nicht das man Fiona von sich schieben würde.. oder… andererseits war Eleanor, viel näher.

Eleanor Crow wurde
von Eva gespielt die mir auch
bei meinem Manuskript sehr
geholfen hat. Leider hat sie
sich meinetwegen entschlossen
das Spiel zu verlassen und
ließ Elle einen Suizidalen Abgang
machen.
(EleanorCrow) „Was für ein Nutzen sollte das sein, außer von dir zu lernen?“ Hatte sie irgendwie nicht bekommen, dass er sie in Kanada nackt gesehen hatte, oder was wollte er ihr da in den Mund legen? Das wurde langsam lästig, waren denn heutzutage alle darauf aus ihr den letzten Nerv zu rauben und sie mit Beziehungsproblemen zu belästigen? Schlimm genug, das man selbst vorläufig in einer steckte und dann auch noch das?

(GabrielRedgrave) „Genau, was anderes soll es nicht gewesen sein.“ Einen Moment ließ Gabriel die Mimik von Enttäuschung zu, von Frust, schließlich erschien sein Gesicht wieder wächsern und unnahbar. Absolut. „Einen schönen Tag noch.“

 (EleanorCrow) Mit Zwang regelte man die Dinge bei Eleanor, selten nur mit Worten und vor allen Dingen, musste man sie auf Herzensangelegenheiten schon frontal aufmerksam machen, ansonsten bekam er keine gescheite Antwort. „Gabriel, ich bin Katholikin, selbst wenn ich einen verheirateten Mann begehrte, so glaube ich nicht an die Scheidung und Ehebruch ist eines der Dinge, die ich mehr als alles andere auf der Welt verabscheue.“ Sie ließ sich nicht in die Karten blicken, weil er jetzt auf Kleinkind machen wollte, also wirklich.

(GabrielRedgrave) „Vorzeitiger Beischlaf auch?“ Sein Blick ging über die Schulter. Hey, Alex hatte sich die Freiheit genommen über Elle zu erzählen, wie es Juri auch tun würde nur ein bisschen gesitteter. Es sollte doch wohl nicht demnach die ganze Schule wissen? „Du bist ziemlich von dir überzeugt, nicht wahr Eleanor? Es gab eine Zeit da hast du es geschätzt wenn ich mein Augenmerk auf dich legte. Offenbar bist du mittlerweile oft genug mit anderen zusammen gewesen um genauso.. gewöhnlich zu werden.“ Es ist jedes Mal erstaunlich wie gehässig man das Wort Gewöhnlich aussprechen kann und dann entschwand er ihrem Sichtfeld.

 (EleanorCrow) Sicherlich wäre Gabriel passender, als Cavendish, doch das tat nichts zur Sache. Er war verheiratet. Es verschlug ihr den Atem, als er ihr die Nacht mit Alexej entgegen schleuderte. „Ich schätze deine Gegenwart auch heute noch, auch wenn du mich bis aufs Mark zu beleidigen versuchst,“ sie erhob sich, um die Tür hinter ihm zu zuschlagen.

(GabrielRedgrave) Na bitte, er drehte sich um und klopfte erneut.

 (EleanorCrow) Der Mann hatte offensichtlich einen Schaden, sie griff sich an die Stirn, war untröstlich über die eigene Schande, doch er hatte recht. Die Nacht mit Alexej war nicht gerade das, was einer Katholikin entsprach, aber wenn man annahm nie in die Hölle einer Ehe zu geraten, so wurden die Möglichkeiten wohl durchdacht, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Es klopfte. Eleanor atmete durch, strich den Pullover gesittet zurecht und versuchte in aller Ruhe zu öffnen. Wer zum Teufel war das nun? “Ja, bitte?“ Ihr Blick fiel auf Gabriel und verfinsterte sich im gleichen Atemzug.

(GabrielRedgrave) „Hast du gerade hinter mir die Tür zugeschlagen?“ Es würde Entrüstung sein, stünde er nicht so emotionslos da und musterte sie von sardonischem Interesse.

(EleanorCrow) „Ich nahm an, du wolltest gehen? Wenn ich irrte, dann verzeih,“ wurde ihm da kühl erwidert. Indes die Äuglein ihm wieder gelassen entgegenblickten.

(GabrielRedgrave) „Ist das ein Grund die Türen zu knallen?“ Na bitte, spielen wir Kindergarten mit Klein Elle, die offenbar schrecklich erzogen worden war: Wenn überhaupt.

(EleanorCrow) „Du hast recht, es mangelt mir an Manieren, wenn ich in meinen eigenen vier Wänden beleidigt werde. In Zukunft will ich mich bessern.“ Übersetzung: Leck mich am Arsch und vor allen Dingen, verschwinde endlich!

(GabrielRedgrave) Seine Hand traf ihren Brustkorb, schubste sie zurück in das Zimmer und mit zwei Schritten stand er auch schon wieder drin und schmiss ihre Tür zu. „Bist du tatsächlich in dem Irrglauben, das wenn Fiona solche Allüren zeigen darf du es auch könntest, Eleanor?“

(EleanorCrow) Sie wich also zurück und blickte ihn langsam mehr als nur entgeistert an. WAS ZUM TEUFEL SOLLTE DAS WERDEN? Distanz wahren, wir bleiben in der nichtssagenden Position. „Es wird nicht wieder vorkommen. Ich habe nicht oft Besuch, das wird mich wohl aus der Fassung gebracht haben.“

(GabrielRedgrave) „Sehr richtig.“ Es mangelte ihr aufgrund von der vertrauten Zweisamkeit offensichtlich der Fähigkeit sich wieder in das normale Leben anzupassen und da gab es eine Regel. „Du weißt wie man sich für ein mangelndes Verhalten entschuldigt, oder fehlt es dazu bereits auch zu wenig deiner Intelligenz?“

(EleanorCrow) Ach, das Spielchen. Unterwerfung, gut. Sie ließ sich also auf die Knie herab, denn er würde eines sicher nicht bekommen, ihre Emotionen. „Verzeih mir Gabriel, ich habe gefehlt.“

(GabrielRedgrave) Er kniete sich zu ihr herab, legte seine ledernen Hände um ihr Kinn und zwang sie aufzusehen. „Ich bin mir sicher, du wirst noch sehr viele Fehler machen. Daher bin ich sicher, die anderen haben nichts dagegen wenn wir deine Einweihung um ein paar Wochen.. Monate verschieben, du wirst meiner Meinung sein, das du noch viel mehr zu lernen hast, richtig?“ Und er wollte sicherlich kein nein hören jetzt.

 (EleanorCrow) Verdammt noch mal, das Türen schmeißen nahm jetzt wirklich lächerliche Ausmaße an! Es war mal wieder typisch, dass sie es sich verscherzt hatte. Der Blick glitt nach unten, „Natürlich.“

 (GabrielRedgrave) „Gutes Mädchen.“ Er tätschelte ihr die Wange und zwang sie mit druck auf ihr Kinn wieder in die Aufrechte. Sie musste es eben so lernen. Offenbar musste man ihr stets mit Extreme kommen und wer sollte das besser als er? Und nun ist es wirklich an der Zeit zu gehen.

Samstag, 4. Juni 2011

Klage unter Freunden oder Kopf im Klo

York Hovest dient mir als
Bildvorlage für Alexej

AlexejDeJolie: Das Fiona das Hallo oder Guten Abend schlichtweg weg ließ und sich einfach an die nackte Brust drückte die von Wassertropfen bevölkert war, das war doch sehr überraschend, aber ihre Erklärung folgte ja unmittelbar. Oh Moment - die beiden haben sich geküsst? Eh.. ist ja... widerlich. Ausgerechnet Gabriel. Na ja, Fiona ist eine Freundin und demnach machte er mal jetzt keine doofe Anspielungen die doch amüsant sein konnten. Allerdings, wenn sie so aufgelöst war - Himmel - was war da passiert? Womöglich eine fast Vergewaltigung? Junge junge, guckt man einmal nicht hin... Zumindest hatte man Alex erstmals schweigsam bekommen. Der Kopf ratterte. Gedanken überschlugen sich.

FionaMiller: Also ganz so schlimm war es dann nicht - es war nur die Tatsache, dass sie Gabriel am liebsten mit dem Kopf in die Mülltonne und danach ins Klo gerammt hätte, aber da irgendeine lächerliche Blockade war „Ich meine - hey - der kann mir noch so oft sagen ich wäre stillos, nicht elegant - etc - das interessiert mich im Grunde einen Scheißdreck - aber irgendwann reicht es dann. Besonders wenn er einen dann küsst. Ich meine - ja sicher, ich hätte vielleicht nicht zuschlagen sollen, weil er es übertrieben hat - aber man Alex - Gabriel ist so ziemlich der letzte Kerl, von dem ich einen Kuss haben will.“ Sie grollte leise – na ja - sie war verärgert und dadurch ein wenig aufgelöst - allen voran einfach, weil sie sich hatte überrumpeln lassen. Im ernst - seine Worte waren eigentlich vollkommen gleich, in de meisten Fällen gab Fiona da wirklich nicht mehr als ein müdes Lächeln drauf - aber das?

AlexejDeJolie: Mit dem Kopf ins Klo. machte man das nicht so auf Städtischen Schulen? Sähe bestimmt lustig aus wenn Fiona Gabriel ins Klo drückte und abspülte. „Er ärgert dich und spielt mit dir. Aber das macht er bei jedem zu Anfang. Das legt sich.“ Und Fiona war heißblütig und konterte zurück und das wurde dann immer schwerwiegender. Er kannte das von sich aus, wenn man Gabriel aber mit seinen eigenen Waffen der Gleichgültigkeit schlug dann hatte man seine Ruhe. Aber das sagte er Fiona nicht. Noch nicht. „Wer will das schon?“ scherzte er schließlich. Aber immerhin brannte da ein Impuls. „Und wenn du das nächste mal überraschende Küsse haben willst dann kommst du gleich zu mir.“


Und Julia Stiles (die geile
sau) dient Sicalis als Vorlage für
Fiona
FionaMiller: Sie schnaubte nur leise und löste sich ein wenig von ihm, zumindest mit dem Kopf „Ach - willst du es dann auf die gleiche Tour versuchen, ja?“ Sie hob ein wenig spöttisch, aber amüsiert die Brauen und schüttelte dann sachte den Kopf. Für solche Angebote war es definitiv nicht der richtige Zeitpunkt. Man hatte schon mal über Küsse gesprochen - und wie man sie mochte - Gabriels Kuss gehörte da definitiv nicht zu - einfach aus Prinzip nicht - wobei es doch eigentlich nicht viel mehr als ein Berühren der Lippen war - es ärgerte Fiona dennoch deutlich und sichtlich, denn sie war immer noch diejenige die entschied, wer diese Grenze durchbrechen durfte und wer nicht. Und wie freundlich von Alex es ihr nicht zu sagen - Ironie - andererseits fraglich, ob Fiona es so beherzigen könnte, dafür war sie nun mal viel zu... impulsiv. Gabriel mit dem Kopf in einem Klo wäre übrigens wirklich eine verlockende Vorstellung.




Danke an Sicalis, der ich viele wundervolle Spielabende zu verdanken habe. Auf ein gutes nächstes Jahr ^-^

Sonntag, 1. Mai 2011

Ankunft


Fantasy aus meiner Feder xD

Eine große Sporttasche lag über seiner Schulter, ein Koffer der auf Rollen hinter sich hergezogen wurde. Schulwechsel. Eine späte Ankunft war sicherlich keine Entschuldigung für das späte eintreffen aber der nahegelegene Ort hatte doch noch sein Interesse geweckt und shit happends – es ist Sonntag. Man kann also herrlich inoffiziell auftauchen und was das Zimmer angeht – man wird sicherlich einen Platz zur Nacht finden, das war selten ein Problem. Und als eine Klosterschule war diese hier wohl kaum zu empfinden. Gekleidet in ein lockeres fast offenes schwarzes Hemd, einer anschmiegsamen Lederhose die im Schritt unsichtbar nur geschnürt, dazu schicke Lederschuhe, die Mann von Welt dazu aufordern wollten sich darin zu spiegeln. Seine Haltung hatte etwas lässiges aber edles an sich, seine Schritte, kraftvoll aber nicht ungestüm, sein Kopf aufrecht, sein Blick intensiv aus diesem dunklen, betörenden, Braun das an zartbitterschokolade erinnerte. Er war gut gebaut konnte sich durchaus sehen lassen, und noch mehr und strahlte das natürlich in jeder Art der Anwesenheit aus. Eitelkeit mag eine Sünde sein, aber gibt es eine bessere Sünde um die nächste fruchten zu lassen? Er betrat den Hof, das rollen des Koffers stellte sich ein. Ein Augenaufschlag und die Anwesenden wurden gemustert. Wer sieht denn hier womöglich nach eine schönen, langbeinigen Verführung aus um ihm den Weg zur Verwaltung zu weisen? Da war ein Legobausatz auf zwei Beinen, Silbernes Haar gleich zweimal, schöne blaue Augen – gar nicht so leicht. Eine große Auswahl. Da musste man schon noch filtern, befand er für sich und wägte ab. Eigenbrödler. Mechanische Kleinteile. Ah nein der oder das fällt schon mal weg. Astlöcher muss man auch nicht haben. Die Blauen Augen verzogen sich also schon. Schade, das wäre durchaus eine Option gewesen. Verbleiben also Silberhaar eins und Silberhaar zwei. Einmal in niedlich und einmal im Abseits. Nun gut, beginnen wir da wo man nicht mit dem Handwerk besonders geschickt scheint und somit rollte der Koffer wieder an und demnach auch der großgewachsene Alex um sich letztendlich Aurelia gegenüber zu stellen. Der Koffer verstummte, die Tasche wurde geschultert und der lange Wimpernkranz schlug sich erneut nieder, ein einnehmendes lächeln zierte seine Lippen.
„Nehmen wir an, du wärst genervt davon das irgendein Trottel herkommt und dich anspricht, allein weil du deine Schönheit nicht verbirgst, das auch noch mit einem lahmen Spruch offenbart nur deswegen hergekommen zu sein, um von dir zu erfahren möglichst in persönlicher Begleitung wo er sich hier anmelden könne, was würdest du antworten?“

Gruß

Freitag, 29. April 2011

Fluffy und der helle Wahnsinn

Fluffy war mein degenerierter Kater, oder zumindest irgendwie so etwas ähnliches mit mächtigem Dachschaden in einem Rollenspiel das ich geleitet habe. In ferner Zukunft gab es Mutanten.. bla.. in etwa  ein Mix aus Dark Angel und X-men:

Früher hatte man für solche Schattenspiele wirklich viel Geld genommen, aber die Zeiten waren vorbei und nun verdiente man nur noch Geld wenn man sich auf korrupte Geschäfte oder eben auf die Corporation einlässt. Als die Silouhette von Rhapsody hinter die Häuserwand verschwand, zog sich in dem schwachen Licht ein ungewöhnlicher Schatten hinterher. Auf den Ersten Blick wohl eher irgendetwas radikal zerfetztes, auf den zweiten: eine seltsame Katze, mit einer noch seltsameren fellfärbung. Die beiden Schatten liefen einander vorbei, verschmelzen einen grandiosen Augenblick miteinander und trennten sich wieder. Und der kleine Schatten zog von dannen. Verschwand in den Schatten der hohen Dunkelheit. Denn er war auf dem Weg zurück zum Rainier Tower und dort wieder ein wenig Ruhe zu genießen. Im Gegenzug zu den erstmaligen Vermutungen war Rhapsody keine Schlaftablette und es wurde nun für ihn Zeit einen Abenddösen nachzugehen. Und etwas zu fressen. Da draußen gab es ja nicht einmal mehr unverseuchte Ratten. Nichts für den Whikas gewöhnten Magen. Sein Blick wurde scheel. „Oh nein, für mich bitte nur zwei stück Zucker, ich habe Zucker wissen sie?“ Er schüttelte sich und erklomm die Treppenstufen, hoch erhobenen Hauptes und Schwanzes um das Foyer und die 'Einkaufsmeile' zu betreten. Fahrstuhlmusik im Hintergrund. Ja, die Corporation. Meister der Tarnung, Jünger des schnellen Wahnsinns. Produkte aus der Pflegelinie. „Oh ja ich bin tierisch getestet. Wollen sie mal von dem Eisbein kosten?“ Er schüttelte sich wieder. Zeit für die 'Vitamine' der Wahnsinn greift über. „Entschuldigen sie Fräulein, haben sie meinen Hut gesehen? Ein Fuchs hat ihn mir abgekauft und ich hätte ihn gerne wieder.“
Liebe Grüße
Aya

Donnerstag, 14. April 2011

William - Der Abstieg ins Nichts

Wieder da. Man erzählt im Haus Eins und im Haus Zwei, man ist in Therapie wegen der ganzen Ritz- und Selbstmordgeschichte. Und André? Der ist beileibe kein Helfer der ihn wieder in die Gesellschaft einführte. Aber es war leichter wenn man es so aufrecht hielt. Es war ziemlich viel egal geworden. Lose. Egal. Unwichtig. Cathrin hatte jetzt endlich das Glück das sie verdient hatte und von daher fiel ihr eine ziemlich große Lüge nicht mehr auf. Man hatte zu tun. Die Nacht war eiskalt. Die Temperaturen waren gefallen und hier unter der Brücke, ein beliebter Platz um sich hinzustellen, war er wenigstens nicht ganz alleine um Geld zu verdienen. Es waren eine menge junger Männer, auch einige ältere hier. Es wurde geredet, Zigaretten gegen einen Schluck getauscht um sich zu wärmen. Einige standen zusammen und bauschten sich unter den Mänteln zusammen. Immer mal wieder hielt ein Wagen und jemand stieg ein. Es kam auch manchmal jemand und parkte einfach nur auf der anderen Seite, stieg jemand dazu rummelte es darin und wenig später war schon alles vorbei. Wie man so tief hat fallen können? Gute Frage. Zuerst war es nur ein Blech – rein aus Neugier. Soll die Sinne betäuben, die Welt eine Zeit lang etwas bunter machen. Und warum nicht? Und schon war man mitten drin. Er rieb seine Hände aneinander, die Wangen rot vor Kälte. Das erste mal war widerlich gewesen. Und dann… dann gings. 

Jeder Wagen der über die Arbeiterklasse hinaus ging war hier so was von auffällig das unauffällig beinahe ein Witz wäre, zu denken. Teure Wagen bedeuteten teure Kundschaft, vor allem wählerische. Die waren selten aber begehrt. Da flogen sämtliche Zusammenkünfte auseinander, es wurde sich in Pose geschmissen. Er wickelte sich nur enger in den Lodermantel und versuchte die Kälte wegzuzittern. Die letzte Dröhnung war bald zwei Tage her, er spürte den Entzug eiskalt. Das Wochenende daheim war sehr anstrengend gewesen. Und auch jetzt verdeckte Concealer und etwas Rouge ein recht abgehalftertes äußeres. André achtete ziemlich genau darauf wie er William und die anderen auf der Straße absetzte. Ein Wagen bedeutet, wenn auch nur für zehn oder einiger Minuten, eine Chance sich aufzuwärmen. Es hat nichts mit Liebe zu tun. Wer bezahlt dem gehört man und die meisten stellen eine menge mit dir an, wenn du einsteigst. Deswegen war es ratsam nirgends mitzufahren sondern an Ort und Stelle zu bleiben. Sein Kopf drehte sich zu dem weit abstehenden parkenden Jeep und wusste das er beobachtet wurde. Und letztendlich stellte auch er sich weiter vorne hin und hoffte man würde gefallen. Etwas im Auto aufwärmen wäre schön. Etwas Geld zusammenbekommen. Er hasste es wenn er an solche Wagen herantreten musste. In jedem konnte jemand sitzen den man kannte oder umgekehrt. Und es dürfte nicht umhergehen was er hier tat. Was für eine Enttäuschung für alle. Er sah auch nicht hin, sein Blick blieb gesenkt und auch wenn es sicher warm dort drinnen war er hatte keine große Lust einzusteigen. Sie kamen stets, die guten Wagen und hielten genau hier, vor seinen Füßen. Und einer schlimmer als der andere. Andererseits gab es gutes Geld, meistens zumindest und das finanzierte wiederum etwas Betäubung. Und die war bei diesem Job wünschenswert. Blick zum Jeep. Keine Preisfrage. Also wars egal. Gut. Er wird verdoppeln. Mal mehr als fünfundzwanzig , dann gibt es auch mal wieder ein Stück Kuchen und einen Kaffee. Er wischte sich über die Augen und stieg schließlich in den Wagen. Tür zu.


Liebe Grüße
Aya

Donnerstag, 7. April 2011

Letzter Schuss

Set: Gabriel öffnet spät am Abend noch die Tür, Juri steht vor ihm, eine geladene und entsicherte Waffe in der Hand, die er auch direkt auf Kopfhöhe Gabriel hebt um sich damit eintritt verschafft. Während Juri offenbar eine große noch halbwegs im griff habender Wut unterliegt, wirkt Gabriel gelassen bis gelangweilt.


Gabriel: Was soll das denn werden, wenn es fertig ist?
Juri: Ich werde dich erschießen, Gab. Ich meine ist ja nicht so als hättest du nicht erwartet das irgendwer deine perverse Scheiße auf sich sitzen lässt.
Gabriel: Ich bitte dich, Juri. Ich habe dir stets eine große Aufmerksamkeit geschenkt
Juri: Mir? Ich dachte wir sind eine Bruderschaft, ich dachte ich könnte dir vertrauen zumindest zum teil. Was ich für ne Scheiße durchgezogen habe nur weil du es verlangt hast, kam da je irgendwas zurück? Nichts. Und zum Dank obendrein spannst du mir auch noch meine Freundin aus!
Gabriel: Ach darum geht es hier? Um Fiona? Ist das nicht ein bisschen zu lange her um jetzt damit aufzuwarten?
Juri: Damit hat doch alles angefangen! Du hast sie dir einfach genommen und ab da ging mein Leben den Bach runter.
Gabriel: Und offenbar mit jeder Sekunde die du sprichst noch mehr…


Juri: Halts Maul!
Gabriel: Ich bin weniger geneigt einem Revolverlauf mein Schweigen entgegenzubringen. Wenn du nun also die Waffe senken würdest-
Juri: Fick dich, Redgrave. Ich wird garantiert nicht mehr auch nur einen Befehl gehorchen den du glaubst geben zu können nur weil du dich für was bessres hältst.
Gabriel: Juri, ich bin was besseres. Deswegen hat Fiona dich verlassen. Deswegen hat sie dich verlassen.
Juri: Halt die Fresse!!
Gabriel: Nur zu, wenn du mich erschießen willst dann tu es endlich. Lass mir keine Gelegenheit auf dich einzureden, denn du weißt wie das endet. Du wirst doch wieder tun was ich sage, so wie jedes mal zuvor.
Juri: Glaubst du ich werds nicht tun? Ich werde es tun.
Gabriel:
Worauf wartest du dann noch? Schieß.
Juri: Das werde ich auch!
Gabriel: Nur zu, ich werde dich sicherlich nicht daran hindern. Niemand wird das. Ich nicht, Fiona nicht.. und Jamie.
Juri: Lass Jamie daraus!
Gabriel: Das würde ich gerne Juri, aber immerhin ist der Kleine nicht ganz so dumm wie du. Für sein Alter ist das eine beträchtliche Intelligenz die er an den Tag legt. Willst du ihm erklären es sei nur Marmelade auf deinem Shirt?
Juri: Ich hab Ersatzklamotten im Wagen.
Gabriel: Clever.
Juri: Ich bin nicht blöde.
Gabriel: Doch, Juri, das bist du.
Juri: Fick dich.
Gabriel: Bei Gelegenheit.
Juri: Viele hast du nicht mehr.
Gabriel: Nein vermutlich nicht, dennoch wird man relativ schnell erfahren wer mich erschossen hat in meinem Haus. Was wird denn mit Jamie passieren wenn sein Daddy im Gefängnis landet?
Juri: Dazu wird’s nicht kommen.
Gabriel: Die Kamera über der Garage, die dein Auto gefilmt hat, die im Eingangsbereich die dich jetzt filmt… du bist zweifellos dumm.
Juri: Um die kümmer ich mich später.
Gabriel: Also was wird aus Jamie werden? Zu wem wird er gehen? Deinem Bruder und seiner Frau? Und damit hätte Mr. Thompson sich erneut aus einer Situation gewunden in dem er anderen seine Lasten aufträgt.
Juri: Fiona ist seine Patentante…
Gabriel: Ach richtig. Natürlich wird meine Frau sich liebend gern um deinen Sohn kümmern, während du im Gefängnis auf die Todesstrafe wartest, weil du mich erschossen hast.
Juri: Sie wird richtig froh sein dich ekel los zu sein.
Gabriel: Natürlich. Und sie wird auf dich warten.
Juri: Fresse halten hab ich gesagt!
Gabriel: Du meine Güte. Schieß doch endlich oder verschwende nicht länger meine Zeit. Du lässt mich ja doch ständig reden. Wäre ich in deiner Situation hätte ich nicht einmal ein Hallo abgewartet.
Juri:
Gabriel: In Ordnung, erwischt. Dazu rede ich vermutlich viel zu gerne. Erst hätte ich dich gedemütigt und dann . obwohl.. all dieses sinnlose Gewalt.
Juri: Schnauze..
Gabriel: Gott… wenn ich so erbärmlich wäre wie du hätte ich mich schon längst selbst umgebracht. Du hattest jetzt bald fünf Minuten Zeit mich zu erschießen und stehst immer noch da und popelst in der Nase. Es ist jämmerlich.

Der Schuss fiel und Juri wacht auf.
Szene Ende

Mittwoch, 30. März 2011

Greg & William, Erster Akt

Akt 1
Szene 1


Set: Eine eher dunkle Bar im noch dunkleren Stadtteil von London. Einige Tische sind belegt, es wir hier und da geredet, karten lagen auf dem Holz, der Wirt putzte Gläser und schank aus. Spotlight abwechselnd auf Greg Terance an der Bar und William Shepherd an einem einsamen Tisch in der Ecke.
Zwischendurch wird Nicole (Nic), Gregs Exfreundin, die zufällig auch an diesem Ort ist um ihren neuen Freund Leo vorzuführen, versuchen Gregs Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen um ihn womöglich eifersüchtig zu machen (Gespräche im Hintergrund), es wird jedoch nicht relevant für das Gespräch.

Hayden Christensen dient Steffi als Bildvolage
für Greg Terance

Greg: Nun, neuer versuch, neues Glück. kein Wagen und fern von dem Anwesen lief er durch die Londoner Straßen. Alles war so vertraut, es war lang her das er das letzte mal hier gewesen war. Spurlos und ohne ein Wort zu sagen war er verschwunden, hatte sich scheinbar in Luft aufgelöst und sogar die Pferde zurückgelassen. Die Hände in den Taschen des dicken Stoffmantels vergraben lief er durch die Strassen ohne jemanden anzusehen oder sich umzusehen. Wohin er wollte? So richtig bewusst war ihm das wohl nicht doch er hatte das dringende Bedürfnis sich in die nächste Bar zu setzen und sich Guiness oder Whiskey zu bestellen.

William: Warum er natürlich gerade um die Uhrzeit - und das mitten in der Woche - noch raus ging um einfach unter Menschen zu sein, statt allein, das weiß nur der liebe Gott. Zu allem schlechten gewissen und vor allem mit mehr als wenig an Etat hatte er zumindest die Umhangtasche mit sich genommen. Darin zwei Bücher zum büffeln. Kein Mensch der was auf sich hält setzt sich in eine Bar und lernt. Oder liest oder macht wie er beides, jedoch - er saß da, hatte ein halbleeres Glas vor sich stehen und büffelte. Als ob eine mächtige Aura von Spleenigkeit ihn umgab, und das allein von den Büchern her, war der Rest seiner Erscheinung aber recht anspruchsvoll. Es fehlte weder an Namen und noch an Wert der Klamotten die er trug was man aber nicht weiß - das sind Ereignisse die auf Rabatten liegen, denn die bekam er automatisch durch seinen Aushilfsjob. Andererseits - wären diese Stoffe viel - viel zu teuer.



Greg: Und wieso es gerade die Bar ist in der William sitzt die Greg da betritt weiß wohl auch nur der Liebe Gott. Sei es wie es Sei, der zurück gekehrte König betrat den Raum mit seinem so typisch, besitzergreifenden oder besser raum einnehmenden Gang, als schien er das Gebäude, den Ort mit seinem betreten zu seinem Eigentum, seinem Revier zu erklären. Er lies den Blick nur zur Bar schweifen und setzte sich auf den einzigen noch freien Platz neben eben jenem Kerl der sich da in Bücher vertiefte... In einer Bar... seltsamer Anblick  um den er sich aber nicht kümmerte, nur kurz sah er ihn an bevor er sich setzte und einen Irischen Whiskey bestellte, der beste der im Hause war, man trank ja nicht jeden Suff.

Nick Snider, meine Vorlage
für William.
William: Heute Abend weiß der liebe Gott aber eine ganze Menge, stimmt es? Nun er ist ja allwissend, hat der ein Glück. Ob er je lernen musste? Oder hatte er einfach das allgemeine wissen ohne das er dafür etwas hätte tun müssen? Das war nun wirklich zu beneiden. Nicht das William es schwer hatte dinge zu lernen, nein das nicht, aber Sicherheit und.. Vorsicht vor Nachsicht und das jüngste Gericht. Alles ein riesen große Haufen an Daten und Informationen die einem schlichtweg sagen: Du weißt noch nicht genug. Sieh dir den Herr Gott an, der weiß alles, kann alles - und bekommt kein Geld dafür. Das gerade der König von England eingetreten war, konnte man zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen, denn immerhin - wen kannte man? Ja natürlich kannte man alle. Aber Nun gut, eigenwilliger Titel. Wie wäre es mit Eure Lordschaft, oder euer Gnaden, nein? Nun, das war auch nicht wirklich von belang. Doch eine mächtige Aura wird wahrgenommen das er allein vom Geruch schon her den Kopf hob. Ein teures Waschmittel, das riecht man gleich, so etwas haftet an den Klamotten - viel zu teuer, alles andere wäscht genauso rein und ist auch noch günstiger, aber vom Geruch her war das einfach nur grandios. Und so hatte man schon wieder länger als einen Augenblick den Blick auf einen Fremden gerichtet.

Greg: Tja der Gott, schade schon das man sich von dem nicht eine Scheibe abschneiden konnte, doch man konnte es ja wenigstens versuchen! Oder so tun als wäre man Gott persönlich was ja eh irgendwie um einiges besser war als sich lediglich eine Scheibe von ihm abzuschneiden. Das was man da roch, ja das war wohl ein verdammt teures Waschmittel, was man sah sprang vor wenigen Tagen das erste mal über den Laufsteg und ist damit nicht nur mit einem Namen versehen sondern auch recht teuer. Aber die wenigsten wussten was gerade neu herausgekommen war. Seine ganze Art und weise hatte etwas unerreichbares. Jemand bei dem man das Gefühl hatte das er irgendwie... wichtig war. Die Maske saß, das Spiel konnte beginnen auf das es besser werden würde. Er fühlte sich etwas beobachtet doch auf so was nicht zu reagieren war eine seiner leichtesten Übungen. Man hob also das Whiskeyglas an die Lippen und trank einen Schluck. Eine der wohlgeformten Brauen zog sich in die Höhe "Das kann unmöglich das beste sein was sie im Haus haben" meinte er zum Barkeeper und kippte das Zeug direkt in das Spülbecken vor dem er saß. Da hatte er zu Hause ja besseren... sein Gesicht verbarg jegliche Emotionen. Was für ein Scheiß Tag

William: Na klar, selbst Gott sein. Du meinst nicht etwa einen alten Dicken Mann, mit einem weißen Umhang der gerade mal so knapp über dem mächtigen Bauch reichen würde, weil es ja so ist, das man sich nicht beklagen könnte, aber jemand der ohne alles zu lernen alles weiß - der kann nicht wirklich anregend sein oder? Na gut - er geht jeden Sonntag in die Kirche. Steht dafür extra früh auf und setzt sich in die reihe der gläubigen um seine Kontoauszüge zu überprüfen, und natürlich und das eher vom Studienfach her, die Kunst der Kirchlichen Bauten genießen. Deswegen, jeden Sonntag eine andere Kirche. Manchmal sogar eine Fahrt über Nacht damit man dann schon halb in Schottland war. Also mimte der Fremde mit seiner Absicht so unnahbar zu sein, einen alten haarigen Mann mit Halbglatze, Bierbauch und dem Allwissen? Oder war es der gutväterliche .. eigentlich ziemlich bedenklich wenn man heute als Mann über dreißig noch behauptet man hätte kleine Kinder gern. Ab in das Gefängnis, gehe nicht über los - ach sie halten sich für Gott? Ja dann ab in die Anstalt. Untherapierbar. Bei dem Ausbruch von Greg hob er die Augenbrauen an. Nicht zufrieden mit dem was dir der dicke verrückte alte Mann gestellt hat, der jetzt als Pädophil in der Anstalt sitzt weil er die Wahrheit gesagt hat? Wem glaubst man schon dem glauben selbst? Welch Ironie. Und so lag der Blick schon wieder auf dem Fremden. Der legte es aber drauf an angestarrt zu werden. Hallelulja - verzeih.

Greg: Da wurden einem die Worte im Mund... nein in den Gedanken vollkommen verquirlt! Sind wir hier in nem Mixer? Gut man hält sich nicht für Gott aber man stand zumindest mit ihm auf einer Stufe. Eine Art besser aussehendes Doubel das heute mal nicht ganz in weiß auftrat, doch vielleicht sollte man einige Meter tiefer glättern und sich selbst mit dem Teufel vergleichen den er wohl genauso gut hätte darstellen können. Sei es wie es sei, er genoss einen gewissen Einfluss und bewegte sich in gewissen Kreisen. Ab und an wurde man ja auch mal ins Königshaus geladen zu einer Tasse guten alten englischen Tee. Nichts was man genoss, doch etwas was Pflicht war um die guten Kontakte aufrecht zu erhalten. Man war ein Spieler und meistens zumindest einer der besten Sorte. Er wusste es im Normalfall zu manipulieren und sei es auch nur durch die vorhandenen Mittel "Sie dachten wohl ich würde einen Jameson 18y nicht von einem billigen Killbegan nicht unterscheiden können!" er sah den Barkeeper scharf an "Versuchen sie nie wieder MICH übers Ohr zu hauen oder sie können in kürze ihre Kündigung entgegen nehmen" bedrohlich waren jene Worte welche er dem Barkeeper nur leise entgegenraunte um sich dann wieder zurück zu lehnen und endlich jenen Whiskey zu erhalten der nicht nur auf der Karte stand, sondern den er sich auch bestellt hatte.

William: In einem Mixer - oh bitte nicht. Denn das wäre ja dann wieder eine Art Heidentum. Denn wie schon gesagt, das ist eine göttliche Gedankendebatte. Sieh sich das einer an, Nur der liebe Gott könnte Fähig sein mit seinem pädophilen Allwissen, ein Lebewesen zu erschaffen das das Wort Gedankendebatte zehnmal ohne Fehler hintereinander, und das ziemlich flott von sich zu geben. In Gedanken ging er das Wort Gedankendebatte gerade zehnmal durch, aber in Gedanken – das ist sogar Fischers Fritze einfach. Aber auch Fischers Fritze wäre angesichts des Schlechten weggespülten Whiskeys geradezu ertrunken. Da helfen auch keine frischen Fische mehr, geschweige denn, ein pädophiler allwissender Gott der dafür nicht lernen musste. Vorausgesetzt auch dieser hatte einen kleinen Teufel. Wenn Gott der alte Mann ist, wer ist dann zur Hölle, und das wortwörtlich der Teufel selbst. Ich glaube, der Teufel bietet das schönere Leben nach Tot, oder das Unleben. Oder er bietet das schönere Untote Leben, oder den tot an sich - egal was er da unten auch treiben mag - da ist es wenigstens warm. Und nun, da er den Fremden ausgiebig gemustert hatte, da klappte er das Buch zu und wandte sich direkt an Greg. Er hob sein Glas an und sagte dann mit einem süffisanten grinsen: „Sie erinnern mich an einen sehr jungen Elmar Fudd.“ Du weißt schon, das Schwein das Bugs Bunny jagt.

Greg: Oh ach, man möchte wirklich eine göttliche Gedankendebatte führen? Schon allein die Tatsache eine Gedankendebatte zu führen und sie zu erwidern wo man die Gedanken eines anderen eigentlich nicht vernehmen kann ist eine seltsame Art sich auszudrücken. Aber wenn wir schon vom Teufel reden und in Flammen stehen so hat er es wohl wirklich besser. Während sich die Engel und Gott in Enthaltsamkeit üben hat der Teufel es nicht nur warm sondern kann sich nach Lust und Laune vergnügen. Man wagte es zu bezweifeln das Engel wirklich so unschuldig und rein waren wie sie es behaupten. Immerhin besaß doch auch jede Nonne mindestens einen Dildo.. für den Herren... Amen. Doch weiter im geschehen denn man lässt den Gegenspieler ja nur ungern warten während doch für den Free Willy hier nur wenige Sekunden vergangen seien durften denn im Gegensatz zum Spielerlein verstand es Greg ja zu Kontern... irgendwie eben "Ach, schön das sie mich kennen... und wie ist ihr Name?" er sah den anderen mit eben jenen emotionslosen Zügen an, blickte direkt in seine Augen. An ignorieren dachte er nicht.

William: An ignorieren war der Herr auch nicht gewohnt. Auch wenn seine Kleidung weniger Free Willy entsprach statt dem Fremden sein Spiegelbild, so legte sich doch ein lächeln auf seine Lippen. Er hatte den Wortwitz doch noch irgendwie verstanden? Ach im Grunde war es doch eine Rüge. Wie unhöflich - und das einem fremden gegenüber. Aber irgendwie war er allergisch auf Verschwendung. Ja, William war jemand der eindeutig seinen Teebeutel dreimal benutzte bevor er ihn wegwarf. So ist das mit der Unterschicht - die muss sparen. Er reichte dem Fremden, mit dem Namen Elmar Fudd die Hand. „William Shepherd, freut mich sie kennenzulernen, Mr. Fudd.“ Eigentlich müsste man gestraft genug sein mit so einem Nachnamen oder? Aber nicht in London nein. Wenn die Leute hier wie die Drogenkloakenratten Wie Winehouse durch die Straßen bummeln, und Madonna, mit ihren wie viel - sechzig Jahren noch immer eine Sexgöttin ist, so darf man sich nicht darüber wundern, das dass Land des guten Geschmacks, nicht durch seine Nachnamen berühmt geworden ist. Dafür aber für den Tee, den William, dreimal wendete bevor er wirklich reif zum wegwerfen  war. Doch genug von solcherlei dingen - der Fremde hatte fortan einen Namen.

Greg: Einen Namen den er nicht wirklich mochte aber mit dem er nun Leben musste, alles hatte seine Vor- und Nachteile und das hier würde irgendwann sein Ende finden, der richtige Augenblick würde schon noch kommen. Er nahm die Hand des Teebeutelwenders und nickte ihm standhaft zu. Die Fassung verlieren? Nein, die Maske saß. Wenn Dreiwettertafft wirklich funktioniert war das wohl etwas was man gut mit seiner Maske vergleichen konnte. Kurz schweifte der Blick zu Leon und er nickte ihm zu bevor er sich weiter auf William konzentrierte "Die Freude ist ganz meinerseits Mr. Shepherd" er hatte es ja nicht nötig sein Gegenüber zu beleidigen. Man sah auf das Buch, versuchte zu erkennen was das Kerlchen da eigentlich gelesen hatte während das Glas in die Hand fand und man sich den um einiges besseren Whiskey Munden lies.

William: Im Großen stellte sich auf dem Buchtitel nur eins in Frage - war wirklich das drin was draufstand was drin war? Und wenn ja - wie bekam er das Buch dann so ohne weiteres in die Tasche? 'Die ganze Welt des Barock'. Er schleppte also die ganze Welt mit sich herum, und das nicht einfach so - nein da schloss sich ein Buch mit technischen Zeichnungen gleich mit an. Das ist doch mal ein Wunderwerk, - weiß der Teufel ob nun von dem Alten Mann oder von Menschenhand, oder über die Kausalitätskette mehrere denkwürdiger Ereignisse, dessen Antwort stupider weise, 42 ist oder aber auch, wie man so schön sagt, lässt sich vieles auf der Welt mit der Zahl Phi erklären. Nicht Pi, keine Verwechslungen bitte. Dabei zum Beispiel der menschliche Körper. Zum Beispiel einem menschlichen Körper dessen Hand er gerade gedrückt bekam. Er wollte seinen Namen nicht verbessern? Dann hieß er wirklich Fudd - also doch, dank der gedankendebatte hatte man ein hellseherisches wunder vollbracht - einen Nachnamen erraten ohne sich anzustrengen. Ohne sich anzustrengen trotzdem etwas wissen - ist man jetzt Gott? Duck dich, und ab in die Zelle. „Sie sind sicher Ire, oder?“ Nicht das man es nötig hatte jetzt herumzuraten warum und wie - aber die Beständigkeit auf genau diese beste Sorte von Alkohol - typisch Irisch. Schon der Dritte in dieser Woche.

Greg: Wenn dieser Kerl da Gott war würde es den Wahnsinn der Kirche wenigstens erklären. Greg war nicht gläubig, er glaubte durchaus an manche der Mythen die man in Irland so kannte aber an Gott glaubte er im Grunde nicht. Etwas das man nicht jedem auf die Nase band. Man stellte also fest das es sich bei dem Mann neben sich um eine gebildete Persönlichkeit zu handeln schien, vielleicht versuchte er auch nur intelligenter zu erscheinen als er war, doch dann war dies eindeutig der falsche Ort für solcherlei Lektüre. "Korrekt und sie Student" häng doch ein r ran und du weißt was du bist Bursche. Greg hatte Nic nicht bemerkt... besser so.

William: Student klang nun aber nicht wirklich nach etwas, was er sein könnte, ja natürlich ist er Student Das sieht man ihm an. Das strahlte er aus. Wer sonst kam an einem verdammten Mittwoch Abend mit Lektüre in eine Bar? Niemand. Wirklich niemand! Das ist unnormal. Aber! Ja nichts aber. „Stimmt. Kunstgeschichte.“ Und Philosophie. Das ist Nobel. Okay, nein ist es nicht, aber man hat ja seine Grunde. Ja, nicht nur das Interesse an der Kunst - er konnte auch viele Blumen beim Namen nennen, besann sich auf die Kunst Vögel anhand ihres Zwitscherns zu erkennen. Lauter nutzloses Zeug. nenn deinen richtigen Vornamen und er sagt dir woher der Namen kam, ob es Abkürzungen gibt und welche Berühmten Persönlichkeiten diesen ebenfalls trugen. Also er tat nicht intelligent, er war es zu dem Leidwesen anderer, so schien es. Er wurde grundsätzlich in die Schublade Streber, Türknauf, Schild Unterschrift langweilig gesteckt obwohl das nicht besonders fair war. Er hatte durchaus Humor! Er besann sich auch weder auf Leo noch auf Nicole, denn er führte ja ein Gespräch und das sogar sehr begeistert. „Aus welchem Teil Irlands kommen Sie?“

Greg: Auch Greg war Student doch im Gegensatz zu Willy hier sah man ihm das nicht an der Nasenspitze an, denn wenn er Bücher in der Öffentlichkeit lass dann in einem Cafe. Man verdrängte die bekannte Stimme die man im Hintergrund vernahm, sie war einfach nicht vorhanden und widmete sich weiter William, nun sogar viel aufmerksamer, alles nur nicht Nic bemerken, nicht ansehen, nicht hören, nichts von alledem denn sie war in seinen Augen eine Schlampe und konnte ihm gestohlen bleiben. Ganz einfach. "Kunstgeschichte, interessant" meinte er mit perfekt gestellter Freundlichkeit, denn er konnte nicht von sich behaupten das ihm sein Gegenüber bereits ans Herz gewachsen war. "Aus Dublin" antwortete er bereitwillig, einfach nur das Gespräch am laufen halten...

William: Was da gefragte jemand nach einem Autogramm? Aber bitte nicht an den lieben Gott, sonst befürchte ich Wunder könnten durchaus wahr werden. Und wenn dem so war dann saß hinter Elmar ein großer Dicker alte Mann, mit vielen Haaren und einer weißen Kutte und einen Moment in Bestürzung lehnte er sich etwas zur Seite und betete - welch Ironie - das es nicht der war für den er ihn hielt. Aber nein, das war eine junge Frau. Hey, die kennt man doch. Das ist Amy Winehouse! Ah nein wie heißt sie, Megan Fox.. nein.. ach komm du kennst den Namen doch. Samantha Jones! Nein die ist Blond. Das kann doch nicht, das ihm der Name nicht einfiel. Jedoch, weine berühmte Persönlichkeit. Schon die Zweite! Und mit einer hatte er sogar Kaffee getrunken. Welch Glück das er nicht wusste, das er mit dem vermeintlichen Elmar Fudd auch eine kleine Berühmtheit vor sich hatte. Welch Zufall! Und das nur weil er Mittwochs in eine billige Bar ging Das ist doch wohl - wow. Zurück zu dem Iren. „Dublin, schöne Stadt. Ich war bisher nur einmal dort. Zum Gottesdienst. – Nicht das ich besonders gläubig wäre.“ Alter Mann, alter Mann- „aber ich bin immer ein wenig auf der suche nach alten gotischen Kirchen. Die haben noch dieses gewisse Flair, was man von Kirchen erwartet. Finden sie nicht? Als gebürtiger Ire?“

Greg: Erst das Autogramm und danach würde sie bei ihm im Bett landen wie sie es bei jedem tat. Er trank einen weiteren Schluck des Whiskeys... eigentlich wollte er doch weniger von dem Zeug trinken, doch irgendwie gelang ihm das nicht so wirklich. Entweder das Zeug war zu gut oder er zu schwach... doch es musste am Whiskey liegen denn das er zu schwach war, das war ein Ding der Unmöglichkeit. "Die Christ Church Cathedrale bietet in der Tat einen imposanten Anblick. Waren sie schon in der Krypta?" Er verstand nichts von Kunst, er hatte nicht einmal ein Auge für solche Dinge aber das tat nun nichts zur Sache. "Doch ich muss sagen das selbst die irischen Kirchen nicht mit der Kathedrale am la de la Seu in Barcelona mithalten können"

William: Sagte er dem, der Barcelona nur aus dem Fernseher kannte. Also rein optisch. So ein Jammer. Ja, es gab keinen besseren Ausdruck für ich bin zu Arm zum reisen. Na ja eigentlich müsste er gar nicht so arm sein, wenn seine Grosseltern doch einiges an Geld hatten, aber sie bezahlten das Studium und mehr wollte man ihnen und sich selbst nicht zur last fallen. Und - man war immer noch ein bisschen eigenständig in dem was man tat. „Nein leider nicht. Der Eintritt wird vermutlich den Normalsterblichen verwehrt, oder aber, ich hab einen günstig schlechten Tag erwischt. Aber das kann immer mal passieren. Ich werde das bestimmt noch einmal wahrnehmen, wenn das eine persönliche Empfehlung sein sollte, und wenn nicht, dann vermutlich auch, denn meine Neugierde haben sie jetzt unter Garantie angestachelt, Herr Fudd.“ Gut oder schwach. Das kannst du dem armen Will auch nicht beibringen. Der trinkt nämlich Eistee. Und nicht mal besonders kalten weil er seit je her nur an einem Glas rumnippt. Ist das günstigste hier, weißt du?

Greg: Eine Augenbraue zuckte kurz ganz leicht als er das Wort Flitterwochen vernahm, irgendwie wurde ihm dabei doch ein wenig übel. Was setzte sich dieses Weib eigentlich so nah? Wieso ist sie noch nicht vor irgendeine Flinte gelaufen? Wo man ihn doch nun schon Mr. Fudd nannte. Ach Moment,... sie stand ja schon mal vor seinem Lauf, er war nur töricht genug ihr nicht die Kugel ins Hirn zu jagen, schade aber auch. Na ja, passiert. Aber seit wann wurde einem der Eintritt in die Kathedrale eigentlich verwehrt? "Es ist öfter sehr voll" meinte er und nickte zustimmend "Eine Empfehlung, die Kathedrale ist wirklich einen Besuch wert." erneut wurde ein Schluck aus dem Glas genommen "Welche Universität besuchen sie nun eigentlich?"

William: „London University.“ Anders St. Charlston, zumindest solange bis das Original wieder aufgebaut war. „Eigentlich nicht unbedingt mein Favorit, aber bei den Universitäten, sprich College wo ich mich sonst beworben habe, haben meinen Qualifikationen anscheinend nicht gereicht.“ Royal art oder Goldsmiths. Stattdessen war er jetzt bei dem Teil der London University, der University of Arts, sprich für bildende Kunst und das war ganz gut so. Natürlich - das teuerste, aber das war nicht unbedingt seine Entscheidung gewesen. Die hatten nur Ja gesagt und das war alles. „Wenn ich mich nicht ganz vertue, dann könnte es sein, das wir eine gemeinsame Altersklasse haben, darf ich demnach annehmen sie studieren auch“

Greg: Sie verschwand... es musste einen Gott geben! Greg sollte wirklich zur nächsten Kirche und sich taufen lassen, wenn Gott so was möglich machte dann war er gern bereit das bisschen Kirchensteuer zu bezahlen. Er war also von Nics grandioser Anwesenheit erlöst, das ihn das erleichterte oder das er sich an ihrer Anwesenheit überhaupt gestört hatte, hatte er sich nicht anmerken lassen. "Vorübergehend?" fragte er nur um noch einmal einzuschätzen ob er wirklich auf die Londoner Uni ging oder doch auf St. Charlston was um einiges besser war als die Londoner... und nicht staatlich. Es sei denn der User hat was nicht mitbekommen. "Das dürfen sie annehmen. Politikwissenschaften und Wirtschaftslehre" das Nic nun gegangen war musste ja nicht bedeuten das man nun das Gespräch unterbrach.

William: Das wäre auch zu schade. Will ist schon begierig darauf die Telefonnummer des Fremden Iren zu ergattern. Nicht weil mein irgendwie sexuell von ihm angetan ist sondern weil es einen ja doch freut wenn man in dieser gottlosen Stadt endlich mal wieder jemanden findet mit dem man sich unterhalten kann. Ich bin ja so... einsam! „Vorübergehend. Ich hörte die eigentliche Universität wird derzeit nach einem Brand wieder aufgebaut.“ Und da St. Charlston seine Studenten derweil da untergebracht hat, war das nur vorübergehend. Aber nach den neusten Meldungen wird der Aufbau wohl noch etwas länger als zwei Jahre dauern. Oh... worauf studieren sie denn hin? Irgendwas großes? Politiker? Oder ... so etwas in der Art? Klingt das schon nobler? Auf jeden fall.

Greg: Telefonnummer? Herrje... Er nickte bei seinen Worten "Der Aufbau allerdings zieht sich hin, wir werden es daher wohl noch eine Weile in der Londoner Universität aushalten müssen" nein, das war etwas worüber er nicht begeistert war und er bezahlte auch nur noch die Hälfte für das Studium. Man sah es ja gar nicht ein für Leistungen zu bezahlen die ihm dort nicht mehr geboten wurden. "Ich gedenke in die Politik zu gehen sobald ich meinen Magister erworben habe" ganz einfach, was denn auch sonst? Präsident wollte man werden! Auch wenn der Gedanke schmerzlich war, das war sein Ziel auch wenn dies hieß irgendwann nach Amerika zu müssen. "Und sie?" was könnte man werden wenn man Kunstgeschichte studierte? Greg konnte sich wahrhaftig nichts vorstellen.

William: So? Ich dachte nur gebürtige Amerikaner konnten auch Präsident werden? Bin ich falsch informiert. Na ja, aber sehen sie es Positiv Mr. Fudd - wenn das Könighaus eine neue Prinzessin auf den Markt schmeißt haben sie immerhin die Chance auf einen richtigen Königstitel. So viele Queen Mum - Gott möge sie schützen - wird es wohl nicht mehr geben. Vorallem nicht mit dem Rottweiler auf dem Thron. „ Ja.. aber so schlimm ist das nicht. Glaube ich zumindest.“ Er kannte das eigentliche Privileg des originalen Colleges ja noch nicht. „Das sind ja wirklich große Ziele. Da kann ich nur Glück wünschen.“ Würde man Mr. Fudd wählen? „Aber wenn es soweit ist, sollten Sie darüber nachdenken sich einen anderen Namen zuzulegen als Elmar Fudd.“ Wie wäre es mit Betty Boob?

Greg: Betty Boob war nun gänzlich unpassend. "In der Tat..." ja, große Ziele, doch seine Ziele waren schon immer groß und er hatte jedes erreicht, sah man mal von den gescheiterten Beziehungen ab und dem Liebesleben über das er nicht nachdenken wollte da ihm sonst das Gefühl überkam die 6 mm aus dem Handschuhfach des Bugattis zu zaubern und damit Juris aller wertesten noch mehr Löcher zu verpassen. Lassen wir das. "Danke" hängte man noch an bevor man es vergaß, reinste Form der Höflichkeit. "ich könnte es mit meinem richtigen Namen versuchen" meinte er und nahm erneut einen Schluck der das Glas leerte "Gregory Terance" meinte er schließlich, er war Elmar Fudd leid...

William: „Nicht wahr! Bridon Belfrey!“ Hey, ich kenn dich! Du bist eine Reitsportpersönlichkeit. Ja, eigentlich will er auch eins, aber die sind so teuer. Er leistet sie nicht mal ne Katze. Ein Jammer. Er hoffte immer eine würde ihm zulaufen das er gezwungen wäre sein gutes Herz spielen zu lassen damit er kein schlechtes gewissen bekommt wenn er sich fortan um sie kümmert, ist aber noch nie passiert. „Ein grandioser Hengst. Ich hab die Siegeswelle in der Zeitung verfolgt.“ Noch eine berühmte Person. Das ist nicht auszuhalten! Das ist ja unglaublich. Und siehe an, William ist Feuer und Flamme, nimm mich mit zu deinem Stall deiner Wahl, zeig mir die Pferd, sei mein Licht, mein leitender Phönix in der Welt. Tiere sind ja so, tierisch! Hust, röchel, ich mein... hust. Verdammt. Bei Berühmtheiten hat sich die Telefonnummer immer irgendwie so... gegessen. Gut das er von Katharinas Talenten erst später durchs googeln erfahren hat.

Greg: Da könnte man fast meinen sein Hengst wäre berühmter als er... da war doch was. Das Lächeln schwand von seinen Lippen und irgendwie wirkte er gerade doch tatsächlich etwas... nachdenklich. Seine Siegeswelle hatte mit seinem verschwinden ja geendet was den Medien natürlich nicht entgangen war, denn er war zu Turnieren nicht aufgetaucht an denen er angemeldet war und schien vom Erdboden verschluckt gewesen zu sein. Greg nickte jediglich als Zustimmung. Gotteswillen Bridon und Bella! Er hatte sie vollkommen vergessen als er gegangen war. Er war noch nicht einmal bei ihnen gewesen geschweige denn das er irgend jemanden gebeten hatte sich um sie zu kümmern, das allerdings machte ihm nun ernsthafte sorgen. Ein Blick auf die Rolex und er zog das Handy aus der Tasche "Wenn sie mich kurz entschuldigen würden" und schon schwang er sich von seinem Barhocker, sah den Barkeeper mit einem "ich komme wieder" blick an und verlies die Bar um kurz im Stall anzurufen.

William: Er kommt wieder, er geht aber er kommt wieder. Das ist doch mal was. Einen Moment als Greg Terance draußen war und telefonierte nahm er sich die Zeit, sprang vom Hocker, streckte sich so unauffällig wie möglich und freut sich eigentlich gerade armausufernd das er mal wieder jemanden gefunden hatte, der nicht gleich flüchtete. Obwohl... wenn das jetzt nur ne ausrede gewesen ist. Nicht schon wieder. Deprimiert setzte er sich zurück auf den Hocker, Niedergeschlagen wurde das Glas geleert. Also das wars mal wieder. Du blöder Idiot, was laberst du auch einfach die Leute an. Da siehst du mal wieder was passiert. Das - DAS ist ein Grund warum du keine Freunde hast. Abgesehen mal von Katharina, aber gut das ist keine Freundschaft das ist, wir gehen zusammen aus und bilden uns mit Opern weiter. Das ist nett wirklich, aber nicht unbedingt eine Freundschaft. Das ist eine Bekanntschaft. Genau. Gut, wann hatte er auch mal Zeit für Freundschaften oder so was? Er hatte das Studium, zwei Jobs um seine Wohnung und Leben zu bezahlen und dann? Dann zwischendurch war er auf Seminaren, Kursen, Weiterbildungen. Was will man da eigentlich mit Sozialen Kontakten. Da sieh wie du enden wirst, Blick nach rechts, alter dicker Mann mit weißer Kutte - ach nein vergessen wir das.

Greg: Er musste es dreimal versuchen bis die verschlafene Stallleitung angesäuert ans Telefon ging und sich ihre Laune nicht besserte als Greg ran ging. Es war gut das er die Bar verlassen hatte denn die ersten Minuten schrie sie ihn an, er lies sie ihren Wutausbruch beenden und holte sie mit wenigen Worten auf den Boden der Tatsachen zurück um zu erkennen das die arme Frau nun am weinen war. Irgendwann war man an einem Punkt angelangt an dem man sich ohne weitere Ausbrüche über den verbleib der Pferde informieren konnte und erleichtert hörte das es ihnen gut ging. Schwupp wurde das Telefonat beendet und man ging zurück in die Bar und auf den Platz neben William und dem weißen, dicken Mann zu. Der nachdenkliche Ausdruck war zwar nicht verschwunden, dafür die Sorge die zum Schluss seine Wangen blasser werden lies. Er reichte dem Kellner einen 50 Dollar schein, Trinkgeld würde es nicht geben. Und das war nur für ein Glas des Whiskeys. Kaum war bezahlt sah er William wieder an.
William: Fünfzig Dollar. Wow... ein kleines Vermögen. Von so was kann er ja nur Träumen. Na ja, gut nicht wirklich. Das hat man schon, aber gewiss nicht zur freien Verfügung. Er hatte so einen ein Geld Tick, und dazu noch einen ziemlich beknackten. Aber dazu nicht mehr, weil - Dollar ist ja nun nicht das übliche Zahlungsmittel in England und so wird Greg gerade mal als International angesehen. Der kommt rum. Klar bei der Publicity  und dann wird er kein professioneller Spring- Dressur- Vielseitigkeitsreiter? Na ja gut, Politik, das ist ja auch schon mehr wert schätze man. Er bezahlte und sah ihn an. Oh oh - der berühmte ich-geh-dann-mal-blick. Kaum zurück schon wieder weg. Frag ihn, frag ihn, frag ihn! Nein nein... das ist doch, wie stalking oder? So fängt das an. Und welcher Promi gibt schon seine Telefonnummer raus? Abgesehen von der kleinen Kunstrebellin.

Greg: Wieso er das nicht wurde? Ganz einfach, weil er das bereits war! International gewann er Turniere, nahm an Meisterschaften teil, er war professionell unterwegs doch das schien ihn einfach noch nicht genug Arbeit zu machen so das er neben seinem zweiten Job als Geschäftsmann auch noch studieren musste. Soviel Geld kam nicht von nichts und seine Eltern hatten sich ja inzwischen durchaus abgekapselt seit dem sie mitbekommen hatten das der Pike-Bube auch den Männern nicht abgeneigt war. Er sah William an, wog eine Weile ab ob er ihn irgendwann nützlich werden könnte. Gute Kontakte waren eigentlich niemals zu unterschätzen. Als Promi würde sich Greg allerdings eigentlich nicht sehen, er holte ein kleines, silbernes Etui heraus, öffnete es und zog eine der Visitenkarten heraus und legte sie vor William auf die Bar, es war natürlich die von Greg "Vielleicht können wir unsere Unterhaltung ein andermal fortsetzen, ich muss mich leider verabschieden doch ich habe noch einiges zu erledigen" schlafen? Konnte man das essen? Hoch lebe der Kaffee.

William: Kaffee... Kaffee? Wirklich? So wie Kaffee zum trinken? Er gönnte sich einen Milchkaffee bei der Konkurrenz  einmal in der Woche, ansonsten bei Starbucks - da kriegt man ihn umsonst. Fast. Wird vom Gehalt abgezogen. Aber da muss man ständig Kaffee trinken. Das ist so ein Solidaritätsfakt. Er nahm die Visitenkarte an, warf einen kurzen blick darauf. Da ist der Name, Telefonnummer, Handynummer. „Entschuldigen Sie mich einen Augenblick.“ Er drehte nur kurz den gesamten Körper zur gegenüberliegenden Seite, grinste im Sekundentakt wie ein Honigkuchenpferd und drehte sich wieder, voll cool zu ihm um. Ich bin gelassen. Absolut. Ich treffe lauter Promis und bekomme ihre Visitenkarten und Telefonnummern. William, du bist so ein gottbegnadetes Glücksschwein. Da ist nichts mehr heilig. „Das würde mich wirklich sehr freuen, wenn man dies noch mal wiederholen könnte, oder da neu ansetzen oder weiterführen, je nach belieben.“

Greg: Er musste in den Stall, die Uhrzeit war da egal. Wie lange hatten seine Diamanten ihn nun schon nicht mehr gesehen? Ein halbes Jahr? Wie lange war er fort gewesen? Er könnte es selbst nicht sagen doch er musste zu ihnen. Cat war wieder da, auch das hatte er durch das Telefonat erfahren denn immerhin hatte sie sich um seine Schätze gekümmert. Er reichte William die Hand "Es wäre mir ein vergnügen. Auf Wiedersehen Mr. Shepherd" und schon schob man sich elegant vom Barhocker. Dieser Kerl war schon irgendwie komisch, doch er war nett, hatte still und machte nicht den Eindruck als würde man sich durch seine Anwesenheit den Ruf verbauen. Sobald man sich verabschiedet hatte würde er die Schlüssel des Bugattis aus der Tasche ziehen und die Bar verlassen.

William:
Na den Ruf verbaut er gewiss nicht. Wie denn auch wenn er keinen hat? Das ist schon so ne Art unfreiwilliges Mauerblümchen und auf einmal, binnen ein paar Monaten traf er einen Prominenten nach dem anderen. Ist das Jahr 2008 etwa so was wie ein Glücksbringer? Dabei dachte er noch, das Jahr der Ratte geht nicht spurlos an ihm vorbei. Da hatte er schlichtweg vergessen Greg über seinen Namen aufzuklären, so durcheinander war er angesichts der zweiten Berühmtheit. Schade das die junge Frau schon weg ist. Nichts mehr mit Autogramm. Das brachte vielleicht ein bisschen Geld ein. Bei erbitterten Fans oder solche dinge. Er konnte mit Autogrammen nicht viel anfangen. Die meisten sind ohnehin nur ... ja sie sind im Grunde kompletter Nonsens, aber so steckte man die Karte sorgfältig weg, zahlte schließlich seinen Eistee und verließ die Bar nur wenige Minuten später nach Gregory Terance.

Ende Akt 1, Szene 1.


Mit Dank an Steffi (Ihre Blog Adresse tuts nicht mehr) und Ninchens.net