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Samstag, 26. April 2014

Ekelprinzipien

Soviel von zu warm zum bloggen. Muss gerade mal etwas wegwuergen. Wortwoertlich vielleicht nicht aber Verbal.

Es ist vollkommen in Ordnung zu flirten. Mach ich auch, ist noch nicht verboten. Alles darueber hinaus finde ich leider leider ziemlich unpassend. Vorallem wenn man von so einem Methusalem angegraben und angefasst wird. Gammelfleisch und so, das versteht man sicher. Okay George Clooney... Johnny Depp... Auch keine jungen Hasen mehr, aber die sehen wenigstens nicht so aus. All das ist aber nicht so widerlich als das was ich gerade zur Tuer rausgescheucht hab. Es gilt ja allgemein das Prinzip das da wo man scheisst nicht frisst, was umgemuenzt bedeutet das Familienangehoerige/ freunde ja nicht da spielen duerfen wo man arbeitet. Ist ziemlich logisch, wir wissen ja wie der Laden wo tickt. Nicht das sich meine Arbeit irgendwelche Vorteile haette. Schoen waers. Lange rede um viellig anderes thema: Keine Liebschaften mit Kunden.

Genau das wurde mir aber gerade geboten. Hundert fuer nen Kaffee und nen abschliessenden Quicky. Methusalem ihr erinnert euch. Ich legte meine Prinzipien offen, die nicht weniger ausdrueckten als Ihpfuibah.

Kunde: Ich kenne keine Frau die Geld nicht liebt.
Ich: Ich auch nicht.
Kunde: Was ist dann dein Problem?
Ich: Liebe zum Geld und Liebe fuer Geld ist ein ganz gravierender Unterschied.
Kunde: Hundertfuenfzig.
Ich: Erinnerst du dich an meine Prinzipien? Wenn du mir Trinkgeld geben willst dann tu es weil du es willst, aber nicht um dafuer eine Gegenleistung solcher art zu erwarten.
Kunde: Zweihundert
Ich: *seuuuuufz*
Kunde: Noch mehr?
Ich: Niveau? Ich glaub das hat heute keine Chance mehr.
Kunde: Wenn jetzt ein Millionaer kaeme und bietet zehntausend-
Ich: Und wenn es eine Million waere - ich bin nicht zu kaufen.
Kunde: Das ist doch kein kaufen!
Ich: Was dann? Mieten? Hier mal ist echt nett das du mich wie ne Nutte behandelst und versuchst um den Preis zu feilschen, macht mich echt tierisch an. Sieh zu das du dein Geld nimmst und mir nicht mehr unter die Augen kommst.
Kunde: Du bist verrueckt. Zweihundert. Wie viele Tage muesstest du dafuer arbeiten?
Ich: Viele.
Kunde: Oder ne nur Stunde.
Ich: Ey...
Kunde: *winkt mit den Geldscheinen vor meiner nase rum*
Ich: Zieh leine sonst vergess ich mich.

Ihpfuibah. Klar sind hundert extra schoen aber scheisse verdammt sicher niemals fuer sowas. Unfassbar. Fuehle mich trotzdem extrem besudelt. Werd gleich duschen und mir dieses schrumpfhirn aus dem gedaechnis spuelen. Ihpfuibah!!

Ist das denn die moeglichkeit? Soll jeder machen wie er will, aber ich sicher nicht. Mit Johnny Depp vielleicht. Umsonst. Tz.

Freitag, 29. Juni 2012

Kunden II

Da ich diese Woche ganze vier Nachtschichten hintereinander hatte, dazu noch höllische Rückenschmerzen weil ich mir entweder was geklemmt, oder verrenkt habe war meine Woche eigentlich rückblickend die fieseste die ich je hatte. Nicht nur das jemand mächtig was quer sitzen hatte, sondern auch das ich zu nichts mehr kam. Vorschlafen, arbeiten, schlafen, irgendwie was essen, arbeiten, schlafen, irgendwas essen, arbeiten, schlafen… und so weiter. Und weil ich ungeheuer viel Zeit hatte um so rumzusitzen und Leute zu beobachten, machte ich mir so kleine Notizen über Kunden.

Da hätten wir zum Beispiel meinen absoluten Lieblingskunden, der innerhalb von ein paar Wochen zu einem erst skeptischen Griesgram zu einem echt netten Menschen geworden ist. Mr. KaCo. Den Namen hat er bekommen weil er den Laden betritt und sofort Kaffee und Cola ordert – für sich allein wohlgemerkt. Aschenbecher sind auch bei ihm leider nur so eine Art Deko aber er schlägt in dem Fall auch nicht –

Aschenputtel und ihren Prinzen. Aschenputtel weiß bestimmt was ein Aschenbecher ist und bei der Häufigkeit die sie den Laden betritt und die länge die sie da bleibt wird sie sicher auch gemerkt haben, das neun Aschenbecher zur Verfügung stehen. Und noch mal drei als Ersatz. Sie benutzt keinen und ich bemühe mich dann noch mit einem lächeln mit dem Handstaubsauger dreist hinter ihren Aschestippen herzusaugen. Stört sie kein Stück. Aschenputtel – machst du das auch zuhause? Ihr Prinz ist da auch nicht viel besser, aber der kommt nur auf den zweiten Platz.

Mr. Ich-komm-nur-her-um-eure-toilette-zu-benutzen-und-hinterher-nicht-mal-die-bürste-benutzen. Leider ist mir noch kein kürzerer Name eingefallen. Wie wäre es mit Abseiler? Tonnendrücker? Sir Bürste? Nicht das erste mal das er kommt und einen saustall hinterlässt. Allerdings wird er das in meiner Schicht nicht mehr tun – ich war sowieso schon ziemlich genervt vom Management das ich kurz nach seinem Abstecher runter bin, hab die Toilette inspiziert, hab die Bürste genommen und bin wieder hoch in den Laden um diesem Ferkel diese in die Hand zu drücken. Irgendwo ist Schluss mit lustig. Peinlich berührt. Mir egal ob das ärger gibt, ich bin keine fucking Putzfrau.

Häschen. Häschen ist ein lieber Mensch, der auch gerne viel und oft mit uns angestellten spricht und so angenehm die Zeit verkürzt. Ein bisschen viel Angeber steckt in hm, aber auch auf eine derart naive Art und Weise das er automatisch in den Welpenschutz fällt. Weil Welpchen aber scheiße klingt nenn ich ihn Häschen.

Spence heißt eigentlich nur so, weil er mich irgendwie in dieser spleenigen, unbeholfen, freak-nerdigen Art an Spence aus King of Queens erinnert. Wenn man die Leute nicht alle mit Namen kennt, dann bekommen die häufig solche Spitznamen.

Prinz  Charming. Ein Italiener (wenn das überhaupt einer ist, da blick ich nicht durch) mit der unangefochtenen Flirtkrone auf dem Haupt. Was nicht bei drei auf einem Baum hockt ist potenziell begattbar. Er sieht verhältnismäßig gut aus, er kann sich das leisten. Abgesehen davon macht er es seinem Namen zu ehren, sehr charmant. (Leider) fällt er selten in meine Schichten, da ich ja eine Nachteule bin.

Papa. Nicht meiner, sondern der zweier Hunde und weil ich die Hunde so lieb habe, die er oft mitbringt, wenn nicht sogar jedes Mal, gibt es unter der Theke leckerlis für die beiden und die werden auch immer vor ihm begrüßt. Sobald sie im Laden sind, sind das meine Hunde! Und wenn ich mit denen spreche, heißt es natürlich immer: „Der Papa hat gerade gar keine Zeit für euch, neh? Aber dafür entführ ich euch gleich mit nach Hause...“

Der Brite der keiner ist. Ordert auf schüchterne Art und Weise stets einen Tee und entschuldigt sich dafür auch noch. Einmal ist er auch im Laden eingepennt und selbst nach rufen, toben und rütteln hab ich ihn nicht wach bekommen. Vielleicht entschuldigt er sich deswegen jetzt immer für seine besuche. Ein süßer Kerl, der mich irgendwie an einen verhaltenen Briten erinnert.

Schnösel GmbH. Was soll ich zu den beiden sagen? Vermutlich nicht allzu viel. Bei allen Kolleginnen sind sie aufgrund ihrer Art herzlich in Ungnade gefallen und es sucht sich wirklich nur ein halbwegs plausibler Grund um das Hausverbot zu erteilen. Vorgestern hatte ich meinen regen Spaß mit ihnen, sie waren gut drauf und haben mich von den Schmerzen abgelenkt ohne sich wirklich mit jemand anderem zu beschäftigen außer sich selbst. Darunter eben jener zu dem der Name hundertpro  passt – sieht auch noch unverschämt gut aus das er Joe Edney ähnelt (den ich vergöttern würde und Nina würde ihn lieben) und die Nacht drauf, also quasi heute morgen hätte ich ihn am liebsten zusammengeklappt, was bei seiner hageren Statur vermutlich ein leichtes gewesen wäre. Sein Freund ist netter, aber er steht unterm scheffel.

Da gibt es noch unzählige Leute mehr, aber ich glaube die wichtigsten hab ich soweit zusammen gefasst. Was heißt die wichtigsten aber eben die sehe ich ziemlich oft ^^


Liebe grüße
Aya

Sonntag, 29. April 2012

Nachtschicht & Schlemmertag

*taps* *taps* *taps* *taps*

... mhrrmm...

*licht an*

...mmhrrööm...

*taps*  *taps* *taps* *taps* 

... hrm...ühmm...

*licht aus*

Defizit auf der Waage: -0,9 Kg
Stimmung: Müüüüüüüüüde

*taps*  *taps* *taps* *taps* 

Bett. Gute Nacht.




Dienstag, 24. April 2012

Nachtschicht & Frühschicht & Frühstück

Meine erste Nachtschicht ist vorüber und ich weiß guter Dinge. Nachts rauche ich definitiv mehr. Es war so gut wie gar nichts los und ab drei dann wirklich gar nichts mehr das ich es geschafft habe alle neuen Rätselzeitungen komplett durchzulösen, was ja nicht gut ist denn die waren für eine Woche gedacht. Vielleicht sollte ich mir doch ein Buch mitnehmen. Da ich vorher nicht geschlafen habe, hat sich das gerächt – kaum war ich heute Morgen im Bett hat es vielleicht zwanzig Minuten gedauert.

Mein Make up saß heute Morgen wohl noch so dermaßen gut das meine Schichtablöse oder Erlöserin meinte ich sehe aus als könnte ich die Frühschicht noch hinten dran hängen. Ja, aber geistig war ich schon um halb zwei im Eimer, so dass ich auch noch einen Rechnungsfehler reingebaut habe. Ja.. Lehrgeld. So schnell muss ich hoffentlich nichts nachlegen. Und ich weiß damit auch: Schlaf. Schlaf vor der Nachtschicht. Tu es!

Gerade wegen solcher Ereignisse ist es für mich extrem wichtig Termine zu haben. Also für Sport, denn wenn ich nach meiner Verfassung gehen würde, würde ich das heute mit gutem gewissen ausfallen lassen. Nun hab ich aber einen festen Termin und werde den auch wahrnehmen. Von Fitness hat ja keiner gesprochen.

Aber ich hab euch mal ein Bild von meinem heute sehr späten Frühstück, mehr schon Mittagessen gemacht. 3 Eier, 4 Scheiben Frühstücksspeck und eine Apfelhälfte mit Zimt. Dazu 1 Liter schwarzen Tee mit 2 Tabletten Candarell und selbstgemachter Mandelmilch. Plus eine dicke Ibuprofen natürlich, um die Kopfschmerzen loszuwerden.

Liebe Grüße
Aya

Samstag, 1. Oktober 2011

Sie sind ja sooo süß

Junges Paar steht an der Kühltheke und haben offenbar ihr erstes Date. Einkaufen ist da natürlich super, um herauszufinden was man sich da in Herz schließt. Auf jeden Fall komm ich so um die Ecke und wie typisch bleibe ich erst mal wortlos stehen, komme daher nicht umhin das Gespräch mit zu hören. (Gaaaaaanz unfreiwillig)

Er: (säuselt) Sollen wir denn noch Milch mitnehmen.. für den Tee gleich.. oder später?
Sie: (lehnt sich in seine Arme, säuselt) Das haben wir auch noch gemeinsam…
Ich: (Awwwww) *räusper* Ent-
Beide: Oh.. oh.. wir stehen im Weg.. Entschuldigung…
Ich: Ah.. ich wollte zwei Turteltauben nicht stören, das wäre gemein.
Beide: (Kichern peinlich berührt) .. danke

Ich danke euch. Das war süß.

Montag, 5. September 2011

Nerv... nerv nerv nerv

Ich bin wieder alleine heute, weil meine süße Kollegin sich anderweitig umschaut (recht hat sie...) und treffe in allen Gängen immer wieder einen älteren Herren. In Gang zwei kommt er dann auch auf mich zu und hat allen ernstes erwartet das ich keine deutsche Landsmännin bin.

Er: Sprechen sie Deutsch?
Ich: Meistens.
Er: ... Zucker
Ich: (säusel) Dankeschön
Er: ...
Ich: Suchen sie den vielleicht?
Er: Ja...
Ich: Den Gang weiter runter und dann-
Er: Jaja.. (und zieht von dannen)

Erneutes wiedersehen, nach erfolgreicher Zuckersuche, in Gang drei, wo er vor der Truhe steht und die Eissorten mustert. Offenbar sucht er ein Preisschild für die Eis'becher' und findet keinen. Also hält er mich auf, in dem er mir vor die Linse springt.

Er: Wissen sie wie viel das Spagettieis kostet?
Ich: Da müsste doch ein Schild stehen
Er: Da ist keins! Wissen sie wie viel das kostet?

Ich werfe einen Blick auf die Leiste, nur eins da, das den Titel des Herstellers und Becher drauf steht, nehme an das ist es, weil sonst keine Becher im Fach sind außer eben das Spagettieis.

Ich: Das da. 1,50.
Er: Da steht nichts von Spagettieis!
Ich: Aber Grandessa. Und Becher. Und das sind die einzigen Becher im Fach. Also 1,50.
Er: (geht einfach weg.)

Erneutes aufeinander treffen später im selben Gang, bei den Wühltischen.

Er:
Arbeiten sie hier?
Ich: (Kann mich nach dreimal nicht mehr zurückhalten) Nein, ich hab nur mal vergessen zu bezahlen und muss daher den Schaden in Toilettensteinen abbezahlen.
Er: Arbeiten sie hier?!
Ich: (langsam völlig am ende:) ... gehen sie weg.. sonst schrei ich.

Toller Tag. Hoffentlich sehe ich den nie wieder.

Freitag, 24. Juni 2011

Das ist zu anstrengend

Klassische Kassengespräche. Pärchen. Sie offenbar mies gelaunt, er unverbesserlicher Optimist...

Er: ... zwiebeln, ein eingeweichtes Brötchen, ein Ei, Gewürze...
Sie: Was soll das dann werden?
Er: Frikadellen. Dafür haben wir doch das Hack eingekauft.
Sie: ... und das alles muss ins Fleisch rein?
Er: Ja.
Sie: Das mach ich nicht. Das ist zu anstrengend.

Klar, Kochen ist mit Arbeit verbunden. Überraschung, Überraschung XD

Dienstag, 7. Juni 2011

SCHNAUZE VOLL!

IST  ES ZU VIEL VERLANGT – ZU VIEL VERLANGT – MIR ZU SAGEN DAS DIE MASCHINE NACH DEM LAGER NICHT MEHR SAUGT?! NEIN VERDAMMT, NEIN!!!!

Und alles wäre es nicht alles gewesen, habe ich gefragt was ich jetzt tun soll: „Ja wischen sie halt den Laden von Hand“. Danke Ganze Überstunde. Unbezahlt. Mal wieder. Und wenn  das auch noch nicht alles war, stellte er sich dann pflichtbewusst da hin und ‚ordert’ das ich doch gefälligst die Maschine zu benutzen hätte, obwohl er eben noch gesagt hat ich solle mit Hand wischen was ich dann angefangen habe. Ich hab die Schnauze voll von diesem Saftladen und obendrein – bin ich so ne miese Kollegin das man mir nicht mal Bescheid sagt und sich dann auch noch ohne alles einfach verzieht?!

Freitag, 7. Januar 2011

Das ist meiner

Da stehe ich gerade an der Kasse und räume den ganzen Müll vom den Leuten zusammen und stopfe die kleinen Beutel von der Kasse in einen großen Beutel, ist ja auch einfacher zu tragen. Da kommt Frau Brechwurz mal wieder um die Ecke und fragt allen ernstes:

Sie: “Ist das ihr Müll oder unserer?”
Ich: "Meiner, den hab ich extra von daheim mitgebracht um ihn auf eure Kosten zu entsorgen."
Sie: "..."

Doch.. manchmal gibt es sie, die dummen Fragen.